Freitag, 12. Mai 2017

T.G.i.F. - Immer gut, eine Wahl zu haben

Tach auch Liebeleins. Allet schick und schön bei Euch? Ruhrgebiet vermeldet ambivalentes Wetter und ambivalente Stimmung.Womit ich auch schon direktemang bei meinem Hauptthema heute bin und dem Grund, warum ich gerade anderes liegen lasse und mir die Zeit für ein TGiF einfach nehme. Der Landtagswahl in NRW am kommenden Sonntag.

Auf den letzten Metern sieht es so aus, als ob die (Hannelore) Kraft der SPD nachlässt, Die Grünen hat die Frau mit dem personifizierten "Alle dumm und unfähig außer mir Gesichtsausdruck" eh ganz formidabel im Alleingang demontiert, soviel dürfte jetzt schon klar sein. Auch wenn man keiner Umfrage trauen sollte, die man nicht selbst gefälscht hat.

Aber ich traue meinem ewigen Credo: Nicht wählen heißt rechts wählen. Und - es ist immer gut, eine Wahl zu haben. Und so schlecht sind die Wahlmöglichkeiten im Lande gar nicht. Abgesehen von der selbsternannten Alternative! Die ist nämlich keine. Gar keine. (Nicht nur in NRW nicht)  Mit einem, der im Wahlkampf die Höchstdosis Kreide gefressen hat und trotzdem seine Radikalität nur notdürftig kaschieren kann und mit einer Nebenerwerbs-Homöopathin, die das traditionelle Frauenbild predigt? Unfassbar, dass es überhaupt Leute gibt, die dort ihr Kreuzchen machen wollen. Bin gespannt, ob diese dann auch freudig das Kreuz tragen werden, dass genau die genau ihren Wählern auferlegen werden. Also bitte:  wenn man schon unbedingt Protest wählen will, gibt es gerade in NRW noch genug wählbare Alternativen, ohne dass man den Rechten Tür und Tor öffnet. So finde ich ehrlich, dass die Piraten in NRW wirklich wählbar sind. Die haben in den letzten fünf Jahren hier einen guten, konstruktiven Oppositionsjob gemacht. Wahrscheinlich leider zu gut. So dass zu wenig Zeit blieb, um diese Arbeit den Wählern näher zu bringen. Ich würde deren Auszug aus dem Landtag wirklich bedauern.

Um auf das konservative Spektrum zu schauen: ich finde auch Armin Laschet durchaus wählbar. Und kriege eine Krise, wenn ich das ewige Gerede von "der Mann hat kein Charisma" höre. Am Arsch kein Charisma! Watt soll ich mit Charisma, wenn meine Kinder nicht einmal in der Schule aufs Klo gehen können, um es so scheiße zu sagen, wie es ist? Geht mir wech mit charismatischen Heißdüsen. Dem Land ist mit Pragmatismus und Sachverstand bestimmt besser gedient als mit Charisma. Echt mal. Und wenn ich schon dabei bin, hau ich einfach auch raus, wen ich wählen werde. Im Land und wenn mir nicht zuviele jamaikanische Verbrüderungen dazwischen kommen, wohl auch im Bund: FDP. Punkt. Ja, auch mir ist aufgefallen, dass auch die FDP das Thema Ruhrgebiet nicht wirklich auf der Agenda hat, ja auch mir passt nicht alles an deren Wahlprogramm. Aber - wenigstens haben sie eins. Ehrlich und neu erarbeitet. Dazu habe ich oft genickt und mich vertreten gefühlt durch deren Arbeit in den letzten Jahren. Und ja - es ist mir wumpe, dass Herr Lindner wohl im Herbst nach Berlin geht. Soll er. Dann wird es wenigstens um einiges unterhaltsamer im Bundestag. Ich kann mit denen, die ihn hier in NRW be-erben, sehr gut leben.

Der Hauptgrund ist für mich allerdings, dass die FDP den einzigen einsamer Mahner für zwei eigentlich binsige Wahrheiten gibt, die sich sonst keiner auszusprechen traut und die mir sehr wichtig sind:  Zum einen die klare Ansage, dass es auch sowas wie eine Eigenverantwortung des Bürgers gibt. Wenn mir eins nämlich wirklich mächtigst auf den Geist geht, ist es diese grassierend um sich greifende Anspruchshaltung ohne jegliche Leistungsbereitschaft. Zum anderen die Aussage, dass wir ein gutes Grundgesetz haben und genug, wenn nicht zuviel Gesetze und Verordnungen und es einfach reichen würde, wenn man diese auch einmal anwendet. Originäre staatliche Aufgaben zu erfüllen und sich nicht für Tschaka-Aktionen wie den Blitzermarathon oder den flächendeckenden Rauchmelder-Zwang zu feiern. In diesem zutiefst ruhrisch/holländischen Sinne: Glückauf! Das wird zweistellig. Glaube ich fest dran.

War sonst noch was? Nur ein bißchen. Der Ruhebewahrer verbrachte auch einen Großteil seines Geburtstages im Stau und musste erst so alt werden, um zu erfahren, was ein Leatherman ist. Wie kann man das nicht wissen? Erst recht als begabter Hobbyfrickler! Hallo? Alles andere hab ich Euch ja schon erzählt. Von den gZsZeitfressern und dem ganz wunderfeinen Tussendoortje auf den friese Meren. Den Rest entnehme die geneigte Leserschaft einfach wie immer der

Statistik: 

Satz der Woche: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. 
Oder durch Bauarbeiter. (©Torsten Sträter in seinem Männerhaushalt) 
Karriere der Woche: Vom Entenflüsterer über den Raupenbändiger zum 
Flohzirkusdirektor: der Ruhebewahrer. (dafür, für die Schuhe und für die Erkenntnis des 
Macron-Effekts hat es sich gelohnt, dass Drachentöters mich zum Optiker geschickt haben) 


Angebot der Woche: Hab Du mal Säure, wir nehmen Dein sexy
 (©Minnasophie nicht auf Twitter, sondern live) 
Absurdum der Woche: Kein Kind zurücklassen. 7.200 seid (sic!!) 2010 
(von einem Wahlplakat der SpD NRW. Kein Witz. und damit ist wohl alles 
gesagt zu deren Schulpolitik. ich weine laut ) 
Erkenntnis der Woche: Schlimmer als die Dummköpfe dieser Welt, 
sind die, die ihnen glauben (©PaulFauser auf Twitter) 
Mahnung der Woche: Jemand sollte Donald Trump dringend erklären, welche 
Auswirkung ein globaler Atomkrieg auf die Anzahl
 seiner Twitter-Follower hätte. (©Grantscheam auf Twitter) 
Leseempfehlung der Woche: der Roman zur Stauschau: Die Abbieger  von Thomas Schweres.   

Allen ein schickes Wochenende
Wählt keine Alternative, die ich nicht auch wählen würde. 

Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage. 










 

Montag, 8. Mai 2017

Gute Zeitfresser, schlechte Zeitfresser

Na, Liebeleins. Vermisst Ihr mich? Ich Euch und den Blog auch. Gut, dass wir unsere Zwitscher.Runden haben, sonst würde mein virtuelles Leben derzeit komplett auf Eis liegen.

Aber - so isset eben manchmal. Man muss halt Prioritäten setzen und nicht immer kann man diese dort setzen, wo man sie am allerliebsten setzen würde. Nicht alles erledigt sich schließlich durch Liegen-lassen und aufgeschoben ist nun mal leider seltenst aufgehoben. In den letzten Tagen wurde mir alles ein klitzekleines bißchen zuviel, vor allem von den schlechten Zeitfressern, die unermüdlich ihr Futter einfordern: Haus und Hof, Einkauf, der Stau, in dem der Ruhebewahrer jeden gottgegebenen Tag mehr wache Zeit als zuhause verbringt, die kaputte Bandscheibe der Kollegin, die mir die ein oder viele andere Überstunden einbringt, Wäsche - versteht einer, wie man immer wieder eine Dreiviertelstunde im Waschkeller verbringen kann? Nein? ich auch nicht. Und doch passiert es mir immer wieder.... Geburtstagsvorbereitungen, Kümmernisse hier, Kümmernisse dort. Ihr kennt das.

Und wenn die Zeit knapp wird, dann muss man sie manchmal eben dort wegknappsen, wo es einem selbst am wehesten tut. Am Freitag hatte ich echt "datt arme Dier", wie man am Niederrhein sagt. Sehnsüchtig schielte ich zum PC, sehnte mich dolle nach den Zeiten, als der Freitagmorgen noch mir und dem TGiF in aller Seelenruhe gehörte - und ging einkaufen. Und anschließend dies und das und jenes. ich will jetzt nicht episch werden.

Denn - es gab ja auch gute Zeitfresser: Den Nachmittagskaffee bei der Nachbarin mit magnetischem Wellness, den Vormittagskaffee bei der anderen Nachbarin mit Terminplanung für das Restjahr
(soweit isset schon gekommen), den Steakhouse-Besuch mit Drachentöters, den je oller, desto doller werden se Restaurantbesuch beim ebenso dullen Griechen in Bochum mit dem Twitter-Pott, Planung weiterer Events.Ich sach nur soviel: Wer dies Jahr extraschichten will, der Trixelinchen ihr Göttergatte aka der Mann, der nie schreibt wird uns samt mobilem Dixie-Klo durch und auffen Pott setzen. Das wird der Knaller.... so und so. Dann gab es noch den Tag der sonoren Herren: Erst hatten wir ein prinzlich- frielinguistisches Brunch-Date mit dem besten Rupi von allen und seiner allerbesten Altenpflegerin und dann ließen wir uns am selben Tag noch ganz gepflegt vom Willi sein Sohn ins Kopfkino mitnehmen. Zu deutsch: Wir waren bei den Ruhrfestspielen beim Gastspiel des großartigen Matthias Brandt.

Es gibt viel zu tun (©Trixelinchen) 
Prinzlicher Brunch (©Ruprecht Frieling ) 
















Und - ganz viel Zeit, gute Zeit fraß ein Tussendoortje" auf den friese Meren. Jaha, wir waren schon draußen, jottwehdeh draußen. Tanz in den Mai, mit dem Boot und dem Wind auf den Wellen, mit Schwager und Schwägerin und es war soo, soo bomfationös. So so toll, dass ich mir jetzt einfach die Zeit nehmen und einen Logbuch-Eintrag dazu verfassen werde. Denn manche Zeitfresser verdienen es einfach, nie niemals vergessen zu werden.    

Schiffsbar geöffnet (©ich. Man sieht es an der schlechten Qualität) 


Freitag, 7. April 2017

T.G.i.F. - von dicken Eiern. Und anderen

Tach auch Liebeleins. Willkommen in unserer kuscheligen Freitagsrunde. Ich sach et direkt: laatste keer vor Ostern. Zeit will eingeteilt sein. Erst recht die vor Feiertagen. Schließlich muss man ja sehen, dass man genug Hamster abbekommt, bevor all die anderen Überlebenskünstler wieder die Regale leeren.

Allet schick und schön soweit? Hier plätschert es so vor sich hin. Zum Glück. Nach all dem Gedriss der letzten Wochen ist der uns und die halbe Whisteria Lane diese Woche heimsuchende Netz-Murphy ja schon kaum noch erwähnenswert. Was soll es auch? So kann man seinen Abend auch gestalten. Braucht man halt für eine 45minütige Serienfolge einen ganzen Abend. Black Mirror für den Hausgebrauch sozusagen (sehr empfehlenswerte Anthologie-Serie im übrigen. Findet sogar der Endlich20)

Und noch eine andere wirklich rundum coole Serie habe ich gefunden. Dank aufmerksamen Studiums der Twitter-Timeline. Designated Survivor mit the one and only Kiefer Sutherland. Richtig richtig gut. Nicht so gut wie Borgen, aber wie House of Cards durchaus. Nur mit umgedrehten Vorzeichen. Kommt einem in diesem trumpeligen Zeiten vor wie Utopie. Wir jedenfalls sind begeistert. Vielleicht mach ich dazu noch einen separaten Serientipp. Vielleicht aber auch nicht. Fanden bedauerlicherweise wenig Resonanz, meine bisherigen Tipps. Sind wohl zu klandestin. ( Achtung, neues Lieblingswort, musste unbedingt untergebracht werden) unter all dem medialen Entrüstungsgesäusel. Tjanun. Merke: Carpe tempus. Für's Seriengucken. Nicht für's drüber schreiben.

Schreibend reihe ich mich dann vielleicht doch besser in die Riege der Meckerer ein.  Bringt auch mehr Favs. Persönlich ausprobiert dieser Tage. Aber erfreulicherweise wird im Zwitscherwald gerade unter dem Hashtag #Fahrradalltag tatsächlich über Zustände gemeckert, die ich a) alle so bestätigen kann und über die ich mich b) ebenfalls aufrege. Seit Jahr und Tag. Die Fahrradsaison hat begonnen. Also nicht für mich. Ich unterbreche meine Saison ja allenfalls bei Glatteis, dänischer Hightech-Klamottage sei Dank. Aber egal, ob Saison oder nicht: Es bleibt eins der letzten Abenteuer unserer hochtechnisierten Zeit, sich mit de Fiets in den Strassenverkehr zu begeben. Ich sage es immer wieder: Autofahrer, Fußgänger, Motorradfahrer etc. würden eher mit einem plötzlich auftauchenden Alien zurechtkommen als mit einem Fahrradfahrer. Zumindest in Ruhrpott-Cities.

Da wird aus Parklücken ausgeschert, da werden Autotüren aufgerissen, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, dass ein Fahrradfahrer den Radweg tatsächlich benutzen könnte. Da betrachten Gassigeher versonnen die Haufen, die ihre Wuffis dekorativ auf den Radweg malen, andere beschweren sich, wenn man klingelt, weil das doch die armen freilaufenden Hunde so erschreckt. ( wenn ich nicht dieses unerklärliche Hundeflüsterer-Gen hätte, heil wäre ich heute nicht mehr). Wieder andere hören kopfhörerbedingt beim Joggen auf dem Radweg nicht einmal die bemerkenswert schrille Hammer und Schlegel Ruhrpottklingel, die mir Drachentöters dankernswerterweise für die Klingelversion von "Wir machen den Weg frei"  verehrten.


Denn wo soll man sonst joggen? Auf dem Gehweg etwa? Aber woher? Man hat die Straße doch schließlich mit bezahlt mit allem, was dazu gehört. Wenn ich für jeden Umwegkilometer, den ich aus all diesen Gründen täglich fahre, um möglichst viel des Weges halbwegs sicher zurücklegen zu können, wenn ich für jeden dieser Kilometer eine Eurone bekäme, Leute, wir könnten eine Party feiern. Ach was sag ich, Party. Orgie! Und selbst auf diesen Umwegen! Die Übersetzung von "nur für Landwirtschaft, Fußgänger und Radfahrer" lautet im Ruhrpott: "Bestens geeignet für Macker in tiefergelegten FremdschämKarren mit Testosteronüberschuss und kleinen Pimmeln" Und ganz aktuell, gerade beim Einkaufen festgestellt: Mehr Ständer würden dem Land gut tun. Im Alltag sowieso. Aber auch im Fahrradalltag. So genug aufgeregt. Der Adrenalinspiegel passt. Reicht, um zu wühlen und sie zusammenzustellen:

Eure Statistik:

Satz der Woche: Erinnerungen sind der Grund für so vieles. (©Birgit Haase)
Stoßseufzer der Woche: Ab 48 ist Fußnägel schneiden wie Sex: Du stöhnst wie verückt,
 dauert ewig und am Ende haste Rücken (©RitaLin auf Twitter)
True Story von Belang der Woche: "Seit wann isst Du Salat?" - " Das ist doch kein 
Salat, das ist Rucola" ( Dinnertalk mit dem Endlich20 )
Rezension der Woche. Lese jetzt "Duden". Völlig unzusammenhängender Roman. 
Was ist mit dem Aal vom Anfang passiert ( © Burenheidl auf Twitter)
Ausweg der Woche: Alkohol macht Menschen hübsch. Kaffee macht
sie erträglich. (©Dr.Veterinaer auf Twitter) 
Erfahrungsbericht der Woche: "Voll schön, dieses Wetter. Man ist morgens direkt viel fitter 
und man hat viel bessere Laune! Herrlich!!" "Halt die Fresse!" (©Kikakate auf Twitter)
Frommer Wunsch der Woche: was wäre das praktisch, wenn man für blöde Tage 
einen Ersatzspieler hätte, zu dem man 
sagen könnte: "Geh Du!" ( © SonjaInScheerer auf Twitter)
Held der Woche:  hat einen Drinktastic Sauf über 2,5 Liter Jever in 27m 28s mit 
der Drinktastic PRO App absolviert. (©KTacki auf Twitter)
Prophetin der Woche: iiiiiih wie fies. Das ist ja eine 5-Tage-Woche. Das muss 
nächsten Montag aber anders werden. (©Trixelinchen auf Twitter)

Allen ein schickes Wochenende.
Sucht keine Eier, die ich nicht auch finden wollen würde.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten.
Links auf Nachfrage

Freitag, 31. März 2017

T.G.i.F. - nach den Murphy Festspielen

Tach auch Liebeleins. Na, watt macht Euer Sommerzeit Jetlag? Bei mir hat er mit Verspätung zugeschlagen, am Wochenende hatte ich #ausGründen keine Zeit, das zu merken. Da war ich eh dauermüde. Aber dafür jetzt.... Aber immerhin - bitte. Die Sommerzeit gibt sich alle Mühe, ihrem Namen gerecht zu werden. Richtig warm da in diesem draußen. Ich sitze hier tatsächlich schon im neuen SweatShirt-Kleidchen mit naja mittellustigem Motiv. Aber der Bequemlichkeit ist das dienlich. Sehr sogar.



Einen bequemen, relaxten Tag - den hab ich mir auch echt verdient. Die letzten Wochen hatten es in sich. Aber sowatt von. Hashtag Hochwasser. Solches und solches. Ihr wisst schon. Dazu kam der Akku-Murphy zu Besuch und der Heizungsteufel gab sich auch zur Abwechslung mal wieder kurz die Ehre. Ist ja immer so. Wenn, dann alles auf einmal. Aber so langsam kehrt hier wieder Alltag ein. Dringend gewünscht und benötigt.

 
Denn in Folge dessen war hier im Palais so ziemlich alles liegen geblieben. Nicht nur diese Kolumne. Hempels sind dagegen Großmeister der Ordnung. Also hieß es gestern Zähne zusammenbeißen, Ärmel hochkrempeln und ab durch die Wischmopp-Mitte. Von Kölsche Wisch hatte ich jetzt genug, also einmal richtig Frühjahrsputz. Mit allem Zipp und Zapp. In einem durch in 9 1/2 Std. Und heute tut mir alles weh. So alt kann ich gar nicht mehr werden, wie ich mich fühle. Aber egal. Besser als wenn ich heute nochmal ran gemusst hätte. Weh hätte auch nach  nur vier Stunden Putzen alles getan....  Und das Gefühl, alles tacko und feddich zu haben, ist ja auch ganz schön. Zeit, die nächste to-do-Liste zu schreiben. Ostern steht schließlich vor der Tür und unter dem Eindruck dessen, was war, haben wir kurzerhand erstmal die ganze Familie zum großen Brunch eingeladen. Weil wir es können und weil es geht. Wer weiß, was kommt. Dazwischen hatten wir noch einen Jubeltag. Der studentische Heimschläfer ist ein Endlich20! Glaubt man es? Ich bin keine Teenager-Mama mehr. Ich sach doch, ich werde alt. Begangen haben wir diesen Ehrentag nur im kleinen Kreis, einstürzende Neubauten inclusive.

War sonst noch was?  Privat nicht wirklich. Reicht ja auch. Aber so eine klitzekleine Randnotiz zum Weltgeschehen muss ich dann doch noch loswerden. Nein, nicht zum Brexit - da lass ich man schön andere selbsternannte Untergangspropheten rumblöken. Mir reicht ein Blick auf den Dax des Tages, um meine feste Meinung dazu zu untermauern. Nein, ich muss nochmal auf das Ganzkörper-Doppelkinn zurückkommen. So sorry. Aber seit dieser Krönungsmesse im Januar lässt mich das nicht mehr los. Seit neuestem schaue ich mir für die geregelte Zufuhr gepflegten Gruselns schon regelmäßig den Twitter-Account von Ivanka-Barbie an. Wann bitte schnipst mal endlich einer mit den Fingern und löst diesen Prank auf? Wo ist Frank Underwood, wenn man ihn braucht? Ich würde ihn ohne Zögern eintauschen wollen.

Denn wisst Ihr, wie weit es schon gekommen ist? Auf den letzten Metern vor der Bundestagswahl fange ich an, gepflegte Sympathien für Mutti zu entwickeln. Ohne Ironie. Ich war ehrlich froh, dass unser Land zum Antrittsbesuch keine Heißdüse schicken musste, sondern die Hohepriesterin des Stoizismus. Aber selbst ihr gelang es nicht in jedem Moment, ihre Gesichtszüge vollends unter Kontrolle zu halten. Habt Ihr diesen Blick gesehen? Als der Trumpel den knapp daneben ist auch vorbei Lauschangriff Joke machte? Oder als Barbie in der Konferenz auftauchte und den Papi bat, heute doch mal neben Mutti sitzen zu dürfen? Wenn dieser Blick nicht " Wer ist das und wenn ja, wieviele" fragte, dann weiß ich auch nicht. However - dafür weiß ich, dass sie wie immer schick und schön ist. Eure

Statistik: 

Erinnerung der Woche: "ich hab keine Lust" - "Dann gehst Du halt ohne Lust..."
 #Sprüche aus der Kindheit (©MiniMaid auf Twitter)  
Erkenntnis der Woche: Ich bin gar nicht so hart im Nehmen.
 Ich bin nur geübt im Durchhalten. (©Silentwrite auf Twitter) 
Cookie der Woche: Nur noch 286mal meiner Mama erklären, dass sie nicht 
von der DVBT Umstellung betroffen ist, und dann ist auch schon Weihnachten. 
Vergleich der Woche: "Ich verzichte in der Fastenzeit auf Alkohol". Ganze sechs Wochen! 
Millionen Mütter und Schwangere applaudieren langsam. (©Chiplara auf Twitter) 
Finale Bewegung der Woche: Und wech iss se. Die Kastanie
Unerträglichkeit der Woche: Kapriziöses Ego-Theater
(Weit verbreitet auch in nicht gedruckter Form.) 
Stoßseufzer der Woche: Früher wollte ich immer reich und berühmt sein. 
Heute wäre ich gerne einfach nur WACH! (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Verleser der Woche: Das Wort "Laptopakku" lesen und denken:
 "Ach, wieder was finnisches." (©Grindcrank auf Twitter) 
Beschluss der Woche: Mein Blut legt 14km pro Minute zurück... 
Das ist ja wohl als Sportpensum mehr als ausreichend.
 (©Trixelinchen auf Twitter. Und - jawohl ja. Seh ich auch so. ) 
Gratulation der Woche: Trump gratuliert Merkel zum Sieg im Saarland. Kurz 
darauf beglückwünschte er Sandy P. aus Halle zur Wahl als 
Klassensprecherin der 3b. (©die Heutehow auf Twitter ) 
Mein Mantra der letzten Wochen: 
:


Allen ein schickes Wochenende. 
Lasst keinen Murphy rein, den ich nicht auch reinlassen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten. 
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Sonntag, 19. März 2017

Und wech iss se - die finale Bewegung der Kastanie

Ja, echt mal. Ist denn schon wieder März? Ist denn schon Frühling? Steht schon wieder die erste schwere Trennung des Jahres an? Jawoll, ja. Es ist zwar draußen noch nicht ganz so einladend, so dass wir auch dieses Jahr die herzerwärmelnde Knolle wieder mal nur über den Zaun ins Grüne hin bewegt haben. Aber der Symbolik ist Genüge getan und wie immer wird es ganz bomfationös funktionieren: Ab sofort ist Frühling.

Klassischer Fall von zu früh gefreut
Da geht sie hin und bewegt den Frühling

Liebe Grüße an alle Mitbewegten und an Theobromina ein dickes Danke für die Organisation der Bewegung. Es war uns wie immer eine Freude und an grauen Wintertagen ein bewährter Trost .