Freitag, 18. August 2017

T.G.i.F. - Hundstage

Tach auch Liebeleins. Wer hätte das gedacht? Heute kriege ich es trotz allem geregelt,  ein TGiF in die Tasten zu kloppen. Wenn auch kein episches. Iss klar. Wir sind nämlich auf den Hund gekommen. Leider nur auf den Ferienhund. Dafür dann gleich zwei seit heute. Unsere Freunde könnten sich auch mal besser absprechen bei der Urlaubsplanung..... 


Hundstage 


Seit dem letzten Wochenende ist ein kleiner, wilder Beagle bei uns, er hört auf den schönen Namen Snooker und wird in der Hauptsache vom Kind betreut. Und abendlich vom Ruhebewahrer bespaßt. Neueste Performance: Snooker im Dark-Room. Das zugehörige Video kann ich Euch leider nicht zeigen, hier ist ja FSK 18.... Aber ich muss sagen: Dafür, dass Beagle so schwierige Haustiere sind, weil sie von Haus aus Jagd- und Meutehunde sind, hat das ganz prima geklappt. Wenn ich großmütig darüber wegsehe, dass der gute Snooki seinen mitgebrachten durchaus schönen Korb verschmäht und lieber mein Hollywood-Equipment besetzt hält.

Snooker



Familienzusammenführung


Seit heute morgen dann ist dann die alte Dame Luna da, den meisten hier ja schon bekannt. Ich befürchtete vorher Arges, wegens weil zwei sich unbekannte Hunde, der eine uralt, der andere wild und jung, aber - nein. Klappt prima. Erst wurde sich skeptisch beäugt, dann beschnuppert, dann einträchtig gegen den gemeinsamen Feind, die fortwährend diese Woche nervende Firma Immergrün, angebellt ( gut so, Jungs, gebt alles, wuff, wuff, wuff ), dann einträchtig zusammen gefuttert und nun liegt man jeweils in seiner eigenen Ecke und pennt. Der junge Wilde bleibt auf dem rosa Kuschelkissen, der uralten Oma gebührt die coole Totenkopf-Decke, die sie liebt. Ich hoffe, es bleibt auch so und alles geht weiter gut. Meine größte Sorge ist, dass die alte Frau bei mir ihre Augen zumacht. Sie ist schon 14 gesegnete Hundejahre alt, das sind in Menschenjahren 98! In Worten: Fast hundert! Und gerade große Hunde werden ja seltenst so alt. Allerdings ist sie mit meinen und den Jungs meiner Freundin aufgewachsen, das härtet wohl ab für die Ewigkeit.  Witzigerweise finden wir alle übrigens heute zum ersten Mal, dass sie wirklich ein großer Hund ist. So im Vergleich zum Beagle. Hat ja auch nur 14 Jahre gedauert, bis uns das aufgefallen ist. 


Wandertage 


War sonst noch was im Whisteria Lane Kosmos? Ein bißchen. Der berühmt berüchtigte Stammtisch hatte Wandertag. Eigentlich wollten wir ja in Gelsenkirchen rum-ZOOM-en und von Kontinent zu Kontinent wandern, aber der Wettergott war nicht bei uns Sind wir halt indoor gewandert, einmal rund um die Erde. Im Gasometer Oberhausen. Die aktuelle Ausstellung - Wunder der Natur - betitelt, ist wirklich so toll wie alle immer sagen. Wer noch nicht da war - nix wie hin. Bis November kann man noch einmal rund um die Erde gehen. Oder sich wie meine Nachbarin ( siehe Bild ) einfach davor schieben. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Ausstellung schon zweimal verlängert wurde.   

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Hafenkneipe 

Am Wochenende davor waren der Ruhebewahrer und ich alleine weg. Zum Vater (Rhein). Wetter war so ging so, aber wir haben die Zeit genutzt und uns ein bißchen was im Veluwe-Hinterland angesehen, was wir noch nicht kannten und was für uns mal interessant werden könnte. Aber es waren immerhin genug Sonnenstunden, um ergiebig Fahrrad zu fahren und die hauseigene Hafenkneipe zu frequentieren.


Nun denn: An dieser Stelle kommt immer die Statistik. Doch der Fehler liegt nicht nur im eigentlich. Denn eigentlich hatte ich die Statistik gestern schon in Teilen zusammengetragen und es wäre kein großer Aufwand gewesen, sie jetzt zu layouten. Doch ganz uneigentlich will ich das gerade nicht mit hier rein nehmen. Die Statistik ist ja immer ein bunter Strauß mit Themen von allet und es passt heute nicht. Aus Gründen des Respekts. Es waren doch so einige dabei, die angesichts aktueller Ereignisse zu bitter wirken. Aus Gründen bin ich heute im TGiF rein privat geblieben und aus diesen Gründen bleibt auch die Statistik im Nirvana. Einen einzigen Posten zeig ich Euch und zwar 


das Suchspiel der Woche: Finde den Hund 



Ich wünsche allen ein schickes und vor allem friedliches Wochenende 
Kommt auf keinen Hund, auf den ich nicht auch kommen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links gibbet heute eh nicht, Fottos vom Ruhebewahrer ( Erde), das allerliebste vom Indianerhäuptling Snooker in seinem Tipi vom Hundesitter-Kind unter Verrenkungen geknipst, der stümperhafte Rest von mir 




Donnerstag, 3. August 2017

Im Bürokratie-Wahnsinn

Eine Familie im Bürokratie-Wahnsinn  


Darf ich uns vorstellen? Wir sind eine vierköpfige Familie. Vater, Mutter, zwei Söhne, volljährig und im Studium. Der eine 23 und im Jura-Studium, der andere 20 und im BWL-Studium. Vater und Mutter arbeiten beide, denn sonst wäre es überhaupt nicht möglich, den Jungs ein Studium zu ermöglichen. So weit so gut. Betrachtet auch keiner als Opfer. Denn erstens: So war der Plan. Zweitens: Es ist aus vielerlei Gründen wichtig, auch als Mutter weiter arbeiten zu gehen. Aber das ist ein anderes Thema.

Was mich daran wahnsinnig macht und wütend noch dazu, sind die Risiken und Nebenwirkungen dieser Lebensform. Wir gehen also beide arbeiten, zahlen seit mehr als 30 Jahren fleißig und reichlich Steuern und Sozialabgaben, geben alle Erklärungen ab. Pünktlich und zuverlässig. Dauernd jedoch müssen wir weitere Unterlagen beibringen. Indirekt wird uns unterstellt, den Staat oder die Sozialkassen unrechtmäßig zu belasten. Uns. Die wir abgesehen vom Kindergeld noch nie einen Cent oder früher einen Pfennig staatlicher Unterstützung beantragt haben.

Beispiele für Bürokratie-Wahnsinn 


aus dem lustigen Kaleidoskop meiner unbezahlten Nebentätigkeit als Managerin unseres kleinen Familienunternehmens:  

gefangen im Chaos der Bürokratie

Kindergeldkasse 


Die Kindergeldkasse stellt die Zahlung für den 23jährigen ein. Die können wir neu beantragen, sollte er noch studieren. Mit aufwändigem Bürokraten-Formular-Aufwand selbstredend. Nicht, dass ich nicht freiwillig jedes Jahr die Studienbescheinigungen vorlege, um diesem zu entgehen. Eine Nachfrage hätte ich in  diesem Zusammenhang noch verstanden, aber auch schon überflüssig gefunden. Aber nein, da wird erstmal eingestellt und dann kann der blöde Bürger sehen, wie er an das kommt, was ihm zusteht. Gut, dass ich des Deutschen voll mächtig bin, sonst müsste ich noch einen Dolmetscher beauftragen. Den dann natürlich der Staat bezahlen würde. Äh nein, halt. In meinem Fall nicht. Ich arbeite ja. Da ist das ja mein Problem.

Krankenkasse 


Die Krankenkasse teilt mit, die Voraussetzungen für die Familien-Versicherung für den 23jährigen sind nicht mehr gegeben. Er wird ab dem so und so nicht mehr versichert sein. Diese Mitteilung kommt selbstredend mit einer angemessenen Frist von genau 2 Tagen. ( Tage, nicht Werktage, damit wir uns da richtig verstehen ) Sollten die Voraussetzungen doch weiter erfüllt sein ( siehe beiliegendes 4 seitiges Merkblatt, welches wir uns durchzulesen haben ) können wir die Fortführung der Versicherung neu beantragen. Gut, dass wir nicht in Urlaub waren und der 23jährige nicht ausgerechnet in der Schwebezeit krank wurde. (by the way: Der Jura-Student ist voll in der Regelstudienzeit, was bei Jura eher ungewöhnlich ist. Elogen über Freizeit-Studenten können sich geneigte Kommentatoren also sparen)

Familienversicherung 


Die Krankenkasse schickt weiter einen Fragebogen, jährliche Prüfung der Voraussetzungen für eine Familienversicherung. Frist: zu beantworten binnen zweier Woche, bis zum so und so. Nur doof, dass von den zwei Wochen schon eine drauf gegangen ist für den zentralen Postversand der Krankenkasse. Aber gut, dass wir nicht im Urlaub sind. Ganz blöd dabei, der 20jährige hat im letzten Jahr einige Wochen als Werksstudent gearbeitet. Zwar in einem Rahmen, der die Fortführung der Familienversicherung erfüllt, aber dennoch hat die Krankenkasse diese im letzten Jahr erstmal vorsorglich gekündigt. Wenn doch, dann könnten wir usw. Sie ahnen es schon und gut, dass wir nicht in Urlaub waren und in der Schwebezeit keiner krank wurde. (Schade, dass wir nicht über das Amt sozialversichert sind, dann hätten wir den Aufstand nicht) Die Korrespondenz bezüglich der Weiterversicherung während der Werksstudentenzeit erstreckt sich übrigens über 14 Seiten insgesamt. Ich habe gerade nachgezählt. Für die jährliche Prüfung muss ich das nämlich alles nochmal bestätigen und ausfüllen. Hoffen, dass es reicht und der Meldebescheinigung Glauben geschenkt wird und wir nicht noch den Werksstudenten-Arbeitgeber um eine Bescheinigung bitten müssen.

Finanzamt 


Das Finanzamt hat die Steuererklärung pünktlich bekommen, meldet sich 2 Monate später und verlangt Bestätigungen des Arbeitgebers über Dienstreisen. Da kann ja jeder kommen und das so angeben.

Was, wenn ich krank werde 


Dem gegenüber steht: Ich habe Rücken. Die Krankenkasse zahlt keine Massagen, kein Fango, keine Krankengymnastik. Vielleicht später mal, wenn ich einen Bandscheibenvorfall habe. Ich habe noch einen anderen unklaren Befund, muss zum Facharzt. Nächster freier Termin: 20 Oktober. Immerhin noch in diesem Jahr. Schade, dass ich noch arbeite. Sonst könnte ich sicher mal zur Kur. Wie soviele Rentner, von denen ich allwöchentlich höre. Aber gut, dass die Fipronil-Eier nicht gesundheitsschädlich sind und prima, dass sich das anderes mit einem Software-Update einfach so wegdieseln lässt.

Im Bürokratie-Wahnsinn: 


Was ich damit sagen will: Ich habe heute den ganzen Vormittag damit verbracht, die diversen Amtsschimmel zu besänftigen und morgen gönnen wir uns was. Da fahren wir nämlich an den Niederrhein. (So ich bis dahin alle Fragebögen ausgefüllt bekomme) Beim Papa nach dem Rechten schauen. Besser, wir machen das. Nicht, dass der noch in die Mühlen des Bürokratie-Wahnsinns gerät. Auch der sollte besser gesund bleiben, denn wenn nicht - das wird jede Vorstellungskraft sprengen. Ich begleite oft genug Horrorgeschichten dazu. Dann ist hier richtig Schluss mit lustich und Studium bezahlen können sowieso.

Kein TGiF 


Ihr ahnt es schon: Ein TGiF wird es diese Woche nicht geben. #ausgründen.
Befürchtung der Woche: Heute stehe ich noch am Rande des Wahnsinns. Schon morgen könnte ich den entscheidenden Schritt weiter sein.


 








     

Freitag, 28. Juli 2017

T.G.i.F. - lieber Tresenleser als King of Currywurst

Tach auch Liebeleins. Alle Füße wieder trocken? Hier war es zwar kurz vor "machen wir doch Yachthäfen aus unseren Biergärten", aber schlimmer nicht. Reicht auch. Ich sach ma so: Wir haben es kapiert. Es war zu trocken. Mit Betonung auf war.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt 


Mit anderen Worten: Sommerfreuden fallen b.a.w. aus. So wie diese Kolumne letzte Woche. Habta gemerkt, wa? Hoffe ich zumindest. Es war halt mal wieder so ein erstens kommt es anders und zweitens als man denkt Wochenende. Sozusagen Störche in den Rheinwiesen statt Assige im, am und um den Pool herum. Ein kleiner Trost der Besuch der Assigen dafür am Montag zu einer Besichtigungsrunde der etwas anderen Art in meinem mal wieder Strohwitwen-Dasein. (Den Ruhebewahrer rief die dunkle Seite des Landes, aber er hat tapfer widerstanden. Ist schon wieder da)


Lieber Tresenleser 


Damit blieb letzte Woche auch keine Zeit für die Rückschau. Immerhin hätte es noch Hochkulturelles zu berichten gegeben. Zur Abwechslung nahmen wir zusammen mit der Trixelinchen und dem Mann, der nie schreibt, eine Nachhilfestunde in Sachen Ruhrhochdeutsch. Mal wieder im Spiegelzelt, diesmal bei Jochen Malmsheimer, formerly known as Tresenleser und einigen sicher heute bekannt als Hausmeister ausse Anstalt. Und jetzt ist auch irgendwie zu spät, um einen hochintelligenten Blogpost darüber zu verfassen. Zumal ich auch überhaupt nicht gewusst hätte, womit anfangen und womit aufhören. Es war toll, es war witzig, teils auch in Richtung Lachen bleibt im Halse stecken witzig, es war überaus klug, überaus wortspielig gewandt, aber es war vor allem auch unglaublich viel. Vorgetragen dazu in so einer Überschall-Sprechgeschwindigkeit, dass  D.Th.Heck dagegen wie der Großmeister der SlowMotion wirkt. Immerhin wissen wir jetzt, was wir nicht wollen: Mit dem Bus nach Venedig. Oder nach Witten. Jedenfalls nicht über die Sauerlandlinie. Nicht, dass wir noch hallzunierende Intelligenzdefekte kriegen vom Geruch eingetupperten Kartoffelsalats.  


als King of Currywurst 


War sonst noch was? Diese Bachelordingsdarette hat sich für den Callboy entschieden. Genau mein Humor. Vor allem auch, weil die Whisteria Lane endlich wieder ein Thema hat. #ausgründen . Mehr dazu nicht. Geht mich alles ja auch eigentlich nichts an. Man hat ja doch genug mit dem zu tun, was einen wirklich angeht. Und da waren dann doch ein, zwei Sachen, die mir von der Woche nachhaltig in Erinnerung bleiben werden. So nachhaltig, dass mir endgültig alle, die nur daran interessiert sind, sich als King of Currywurst zu gerieren ganz gepflegt den Buckel runterrutschen können. Aber allergepflegtenst. Dafür bin ich denn doch mittlerweile endgültig zu alt. Um es für alle Empathie-Resistenten klar zu sagen: Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Und ja, es kann sein, dass man in eine Situation kommt, in der Hoffnungen zerstört werden müssen. Dass es dann darauf ankommt, wie man dies tut, sollte sich eigentlich von selber verstehen. Sollte. Was aber überhaupt nicht geht, ist Hoffnungen zu wecken und mit diesen zu spielen, um sich selbst darüber zu profilieren. Und bei zerstörter Hoffnung dem anderen noch die Schuld daran geben.

But now to something completely different, damit mein derzeitiger nicht enden wollender Wut-Modus nicht diese ganze Kolumne überschattet. Gelacht hab ich auch. Nicht mal bitter, sondern einfach so. Spaß hatten wir nämlich mit der Entdeckung der Woche: Gerade noch vom Allerfeinsten in der Twitter-Pott-Gruppe anläßlich eines 70er Jahre "Weisst Du noch Videos" darüber gelästert, heute schon für Sie im Discounter-Regal:

Say it in German: Äpffelblötenshampuuu. So geht Trendsetting. ich sach Euch.

Und damit zur

Statistik: 


Erkenntnis der Woche: Bedenke, worüber Du lästerst. Schon heute könnte man Dich 
damit mürbe machen. (©insp.by Trixelinchen zum Äpffelblötenshampuu ) 
Ansage der Woche: Schlicht besticht. (©Malmsheimer) 
Frommer Wunsch der Woche: Hätten wir mal Brotkrümel auf die 
Autobahn geschmissen  (Trixelinchen bei der obligatorischen Verirrung
 auf der Heimfahrt von der Westfalenhalle)  
Trost der Woche: Solange die Pfützen nicht zufrieren, 
ist Sommer (übersendet vom Drachentöter) 
Information der Woche: Die Typen, die sich immer die Türen nach allen 
Seiten offen halten wollen, sind schön doof, denn sie stehen 
die meiste Zeit draußen im Flur Trixelinchen
Cookie der Woche: "Wehret den Anfängen! Wir müssen was tun!" - 
"ja, aber Eure Methoden finde ich nicht gut." - "Da! Es geht schon los"
Dazu die Erinnerung der Woche: Gerade, weil wir in einem Boot sitzen, 
sollten wir froh sein,  nicht alle auf derselben Seite zu
 stehen (©Ernst Ferstl,getwittert von der Kulturbolschewi ) 
Stoßseufzer der Woche: Ich bin in einem Alter, in dem man "ich bin in einem Alter,
 in dem man...." sagt (©Mr. Beany auf Twitter) 
Wortspiel der Woche: "Der polnische Präsident hat heute eine 
Rundfunk-Ansprache gehalten." - "Duda im Radio?" (©Ralf Heimann auf Twitter) 
These der Woche: Die Antwort auf alle Fragen ist 42. 
Außer egal, das ist 88 (©KermitNrW)  

Allen ein schickes Wochenende 
Schmeißt keine Brotkrümel, die ich nicht auch schmeissen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten 
Links auf Nachfrage    



Freitag, 14. Juli 2017

T.G.i.F. - nach dem Erregungszustand ist vor dem Erregungszustand

Tach auch Liebeleins. Ich melde mich zurück. Eine Hochzeitsfeier, einen Geburtstag, eine Abi-Feier, einen Ameisenangriff,  einen Grundschul-Abschied und einen dressierten Floh später. Wieder mal vill passiert sickher. Aber jetzt reicht es. Auch wieder mal. Guter Vorsatz der Woche: Die nächsten Wochen, vor allem deren Enden stellen wir uns selber in den Mittelpunkt. E basta.


Denn wie ich die Tage zum Ruhebewahrer sagte: Wenn man mal ehrlich ist, haben wir uns bei fast allen Events brav und erwartungsgerecht in die Rolle der Jubelperser gefügt. (kennt Ihr eigentlich diesen Begriff auch nicht? Der Ruhebewahrer hat mich angeguckt wie Fragezeichen, als ich das sagte) . Gut, das ist manchmal so. Manchmal begleitet man eben nur, statt selber zu gehen. Andererseits hat man dann ja eigentlich auch das Recht, an manchen Tagen, z.B. an seinem Geburtstag mal selber im Mittelpunkt zu stehen. Zugegeben, ich fordere das nie offensiv ein.

Dennoch: ......... ach egal. Mantel des Schweigens. Schlimm genug,
 dass ich mich an diesem Tag geärgert habe. Ich mach das jetzt einfach mal andersrum und sage nochmal ganz ausdrücklich DANKE. Danke der Freundin, die einfach fragt: Welchen Kuchen soll ich Dir denn backen? Danke den Freunden, die mir gut durchdachte Geschenke schickten, die mir zeigten, was ich ihnen bedeute und dass sie sich über mich und sogar über meine one weekend Stand(haftigkeit)  Gedanken gemacht haben. Denen aus der Familie, die dito. Den vielen Gratulanten auf Twitter, Whatsapp und anderen Kanälen. Das sind nämlich die, die auch hier lesen und die es gar nicht verdient haben, dass ich jetzt hier rummotze. Also DANKE. Ihr habt mir den Tag gerettet.

A propos retten. Nutze ich einfach mal die Gelegenheit und zeige Euch eins der wie immer süßen Ruhebewahrer-Geschenke. Etwas, was ich mir tatsächlich gewünscht habe. Einfach, weil es schön ist und weil es eine gute Sache. Ein Bracenet. Hashtag #savetheseas Diese Armbänder werden aus geborgenen Geisternetzen aus verschiedenen Meeren geknüpft und der Erlös fließt wieder zurück in diese Aktion. Guckt Ihr hier. 

(Und irgendwie hat der Ruhebewahrer sich da mit Trixelinchen, dank der mein Weg zur dänischen Therapie jetzt auch ausgeschildert ist, farblich abgestimmt)
War sonst noch was? Nun - in der großen weiten Welt wohl genug. Vor allem letztes Wochenende im schönen Hamburg. Das war schrecklich. Einfach schrecklich. Auf mehreren Ebenen. Was dann die Woche folgte, war das Brechen sämtlicher Dämme. Vor allem medial. Ich beklage das ja schon länger. Das dauernde Gekreische, das sich reinsteigern in hysterische Erregungszustände. Gehört wird nur noch, wer am lautesten kräht. Es eskalierte diese Woche allüberall. Die News-Timeline ist kaum noch zu ertragen. Gerade heute kennen wieder alle kein anderes Thema als das verunglückte Kompliment des Trumpeltiers für die Premiere Dame Frankreichs. Meine Fresse. Ja, er ist ein Trumpel, ja er kann sich nicht benehmen und so weiter und so fort. Stimmt alles. Aber muss man das jetzt zur Top-Meldung machen? Gibt es nichts Wichtigeres? Auch und im Zusammenhang mit dem Ganzkörper-Doppelkinn? Und kann man nicht einfach auch Mme. Macron mal getrost zutrauen, dass sie mit solchen Trampeleien schon selber fertig wird. Denn um auch mal was über ihr Aussehen zu sagen. Die sieht nicht aus, als ob sie auf den Mund gefallen wäre.

Tun dann welche einfach das, was sie tun sollen, nämlich arbeiten, wird darüber überhaupt nicht geredet. Beispiel: der neue Landtag in Düsseldorf. Dort scheint man sich hingesetzt und neue Ansätze überlegt zu haben, die gar nicht so dumm sind, nimmt aber niemand zur Kenntnis. Trumpels verunglückte Komplimente sind ja auch soviel interessanter. Oder es gibt etwas Erholsames, worüber geredet wird, reden es sofort die üblichen Eiferer nieder. Beispiel: Sing meinen Song. Es gibt erstaunlich viele, die sich bei Twitter ganz offen über den erholsamen Charakter dieser Sendung freuen. Wird ihnen aber nicht gegönnt, ohne dass sich eine Gegen-Armada zu "Alles Heuchelei"" Tweets aufschwingt. Das ist so zum Gähnen. Zeigt aber gut den Zeitgeist. Erstmal alles niederbrüllen. Substanz ist weniger gefragt. Ach was, gar nicht gefragt. Eine Lehrstunde dazu gab es diese Woche aussem Pott.

Hat jemand das im Netz kursierende Video von Lindners Auftritt an der RuhrUniBochum gesehen? Ich hab mich köstlich amüsiert. War klar, war erwartbar, dass ein Auftritt eines FDP-Politikers an der RUB Automatismen auslöst. Ebenso klar war aber - zumindest dem aufmerksamen Beobachter, zu denen die Studenten im Vorfeld klar nicht gehörten - dass Lindner das zumindest einkalkuliert hat. Der ist ja nicht blöd. Der kommt von hier und weiß, was die politische Stunde an der RUB schlägt. Jedenfalls reagiert er nonchalant auf die Störer, reicht sein Mikro weiter (Wo in allen anderen vergleichbaren Fällen sofort der Saal geräumt wurde) und gibt Redezeit ab. Von der die brüllenden Studenten genau eine Minute nutzten. Eine Minute! Weil sie dann nämlich nicht mehr wussten, was sie sagen sollten. Dafür durften sie sich dann eine Nachhilfestunde über Demokratie und gegenseitiges Argumentieren anhören. Um sich dann - als sie sich unauffällig schleichen wollten - noch ein süffisantes "Jetzt ist aber mal Durchhaltevermögen gefragt. Wenn schon stören, dann bitte richtig" einzufangen. Hätten sie mal ihre Hausaufgaben gemacht, dann hätten sie gewusst, dass der Schuss nach hinten losgeht. Man muss kein FDP Anhänger sein, um zu wissen, dass sowas für Lindner eine willkommene Steilvorlage ist, bei der er erst recht zur Hochform aufläuft. Könnten sich andere Politiker gerne mal eine Scheibe von abschneiden. Problem ist nur: Sie können das einfach nicht.  So. Bevor ich jetzt noch weiterschwafel und mich auch noch über den bei mir als ausgesprochen peinlich rübergekommenen Auftritt des Ich bin der Martin, ne in der Schanze aufrege - einfach hier ein Cut. Für Eure

Statistik: 

Durchsage der Woche: Irgendjemand sollte Barack Obama mitteilen, dass seine
 Urlaubszeit abgelaufen ist. Das mit seiner Vertretung hat 
nicht funktioniert. (©Grantscheam auf Twitter) 
Rätsel der Woche: "Was ist dieses Twitter?" - "Keine Ahnung. Es ist noch nie
 jemand von dort zurückgekehrt" (©Kirschenfuchs auf Twitter) 
Erfüllung der Woche: Ich, 1997: In 20 Jahren haben wir fliegende Autos
 und teleportieren uns." 2017: "Jetzt neu: Fidget Spinner" (©Grolmori auf Twitter)  
Resümee der Woche: Die Gipfel-Tage in Hamburg in vier Worten 
zusammengefasst: So dumm und Gomorrha (©Ralf Heimann auf Twitter) 
Plan der Woche 1: Wenn Trump seine Tochter zur G20 Sitzung schickt, sollten wir 
seinem Beispiel folgen: Schicken wir unsere
 (erwachsenen) Kinder ins Büro (©Frazer2 auf Twitter)  
Plan der Woche 2: Deutschland und Frankreich planen gemeinsamen Kampfjet. 
Liberté, Egalité, Defizité. (©die heuteShow auf Twitter) 
Freude der Woche: Wenn ich so überlege, wie oft ich in meinem Leben schon
 falsch abgebogen bin, ist es toll, dass ich überhaupt noch auf 
diesem Planeten bin. (©Trixelinchen auf Twitter) 
Bedauern der Woche: "Ich warte schon seit Wochen auf eine Antwort von Ihnen!"
 -"Das stelle ich mir ziemlich langweilig vor" (©Regieklappe auf Twitter) 
Defintion der Woche: "stand bei Google weiter oben" ist das neue 
"der Schwager meiner Nachbarin hat erzählt" (©tfunke auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Wenn sich im Leben eine Tür schließt, schnappt man sich
 manchmal besser Hammer und Nägel und sorgt dafür, 
dass das Ding auch zu bleibt (©? ich bekam es von der Ratgeberin 
und Ratgeber-Schickerin der Woche Trixelinchen) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Stellt nichts in den Mittelpunkt, was ich nicht auch dahinstellen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
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Freitag, 30. Juni 2017

T.G.i.F. - mit Floh im Ohr

Tach auch Liebeleins. Na, wie isset denn soweit? Alle noch trockene Füße? Oder schon irgendwo bei Euch Land unter? Hier im Pott iss noch allet moderat. Dieses Mal hat es uns verschont. Dieses Mal.


Aber wenn es dann doch kommt, ich werde es Euch erzählen. Macht ja wahrscheinlich in dem Fall sonst wieder keiner. Ja, ich weiß, ich bin nachtragend. Aber ich kann nix dafür, als ich gestern die Bilder aus Berlin  gesehen hab, konnte ich den Gedanken nicht abschütteln, dass wir die Schreckensbilder locker toppen könnten mit unseren archivierten Pfingssturm-Ela-Bildern. Ich will da auch gar nichts relativieren oder respektlos sein vor den sicherlich enormen Schäden, mit denen sich die Armen dort herumschlagen müssen. Aber - es ist schon interessant zu sehen, wie solche Dinge auch medial aufbereitet werden können, wenn man nicht nur arm, sondern auch noch sexy ist und vor allem Hauptstadt.

Ist da der Gedanke so fernliegend, dass die Berichterstattung über uns damals so abgeschwächt daher kam, damit bloss nicht die Dringlichkeit klar wurde, mit der hier Mittel gebraucht worden wären? Wäre ich böse, könnte man das durchaus so interpretieren, dass hier sowieso Hopfen und Malz verloren ist und man den Pott eh aufgegeben hat? Und wenn dem wirklich so ist, sorry, dann ist der Pott auch ein gutes Stück selber schuld daran. Wenn ich schon diese neue Kampagne sehe " Stadt der Städte". Ja, nee iss klar. Kleiner ham se et ma wieder nich. Wird nur leider allüberall allenfalls zum Augenrollen verleiten. Vielleicht könnte man einfach mal bei Metropolregion Ruhr bleiben und darauf aufbauen.

Und dann war da diese Woche noch der Kollege, der in der Mi-Pa stolz erzählte, wie sie ganz clever ohne Bändchen die Extraschicht gerockt hätten. Danke für's Gespräch. Passt ins Bild des selbstverschuldeten Pott-Elends. Ebenso wie die Tatsache, dass mein kritischer Beitrag zur #Extraschicht erstaunlich oft gelesen wurde und ebenso erstaunliche Zustimmung hervorrief auf mehreren Kanälen. Meine neue Marktlücke: Kritisches aussem Pott. Irgendeiner muss ja, ne?


War sonst noch was? Der Endlich20 laboriert an anderen #Hurricane-Schäden, sprich er holt immer noch Schlaf nach. Er war jedenfalls begeistert vom Festival und kam pottendreckig, aber love and peace and schlammbeseelt nach Hause. So muss das. Ich meinerseits setzte dem Ruhebewahrer einen Floh ins Ohr, aber noch greifen seine Dompteurskünste nicht so richtig. Falls der Floh springen lernt, werde ich es Euch erzählen. Vorerst bleibt das mal unter der Decke bzw. bei denen, die wir da mit ins Boot nehmen müssten. ( hihi, gutes Wortspiel, wa? Könnta schon Flöhe husten hören)

In der Whisteria Lane steigt morgen eine große Feier. Der Nachbar von ggü. aka Sohn der Nachbarn nebenan aka Bruder der Nachbarin schräg ggü. rechts aka Onkel der Nachbarin schräg ggü. links aka Neffe der Nachbarin Ende der Strasse hinten rechts aka Cousin der Nachbarn Ende der Strasse hinten links heiratet.  (und nein, wir sind immer noch in der Whisteria Lane und nicht im Saarland und ja, das hab ich schon auf Twitter gepostet, beschwert Euch ruhig, dass nichts Neues kommt) Die Hochzeit war aber schon lange geplant und hat nichts mir der #Ehefüralle zu tun. So schnell reagiert man hier dann doch nicht, auch wenn ich gerade zuerst Eile für alle getippt hatte. Passt ja auch irgendwie, so schnell wie das auf einmal ging. Aber mir soll es recht sein. Solange es eine Kann-Vorschrift bleibt. Soweit ich weiß, braucht keiner nervös werden und sich einen Ehegespons aus dem Ärmel schütteln.

Mir bleibt noch ein ruhrischer Gruß nach Düsseldorf,

welches heute ja zu Frankreich gehört. Mein Gruß aber geht nach ganz oben, an die, die sich gerade in der völlig neuen Disziplin "unaufgeregtes Regieren" üben. Ich gebe zu, ich finde den von dort abstrahlenden Pragmatismus ganz erholsam nach dem Gekeife der letzten Jahre. Wenngleich ich auch hier feststellen muss, medial erregt das kaum Aufsehen. Womit ich den Kreis geschlossen hätte. Wenigstens hier im TGiF.


Die Statistik: 


Beschwerde der Woche: Es wird einem echt nicht einfach gemacht, 
Geld auszugeben. (©der Ruhebewahrer zum Floh ) 
Vokabel der Woche: spürkeln  
Cassandra-Ruf der Woche: #Ehefüralle - das wird die gleichen fürchterlichen 
Konsequenzen haben wie diese schreckliche Rockmusik und 
die Entwicklung des Computers (©K-Tacki auf Twitter) 
Nervfaktor der Woche: Eilmeldung zum Wetter und Zack denkste, dass ein Tief 
über Russland das Azorenhoch angreift. (©MeinolfsSchwester auf Twitter)   
Irritation der Woche: der Zusammenhang zwischen offenen Augen und wach 
ist noch nicht wirklich geklärt (©Trixelinchen auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Man kann nur dreimal im Leben richtig reich werden:
 Bei der Geburt, bei der Hochzeit oder 
bei der Scheidung (©der Oppa von Twitterer ParaNeues) 
Stoßseufzer der Woche: Ich hasse den Spruch: Steh auf, die Sonne scheint.
 Was soll ich denn machen? Photosynthese? (Max J.Ostermann) 
Serienkritik der Woche:      rules....again. 
(©Spieler7 auf Twitter. Erzähl uns mal mehr) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Bändigt keinen Floh, den der Ruhebewahrer nicht auch bändigen würde.    

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
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