Freitag, 13. Oktober 2017

T.G.i.F. - von Schwindeligkeiten und anderen Ergebnissen

Tach auch Liebeleins. Endlich Sommer. Wie geil. Nicht. Der Endlich20 brachte es auf den Punkt, als er sich heute morgen beklagte, ihm wäre schwindelkeitig. Nicht nur ihm. Tjanun, andere zahlen viel Geld für Achterbahnfahren.

und wenn es gut ist, ist es das Ende 


So. Uff. Puh. Es war eine gute Woche. Unterm Strich. Im Ergebnis. Denn eigentlich war die Woche  stressig. Aber wie gesagt - am Ende wird alles gut. Und da es wirklich gut ist, ist es wohl das Ende. Zumindest ein vorläufiges. Unser Großer ist durch. Das erste Staatsexamen ist erfolgreich abgelegt. Status: VB und das heißt nicht Verhandlungsbasis. Am Prüfungstag war wahrscheinlich ich nervöser als der Prüfling, aber besser ich als er. Am Morgen der mündlichen Prüfung twitterte ich noch, der 11te im 10ten müsse doch ein Glückstag werden und witzigerweise war genau dies dann die Zahl der Woche.   

Somit hätten wir den Ersten durch.  Naja so halb. Er will ja noch mehr. Viel mehr. Aber die erste richtig große Hürde ist genommen, ohne eine Latte zu reißen. Wir sind alle sehr froh und sehr stolz. Und erleichtert, dass jetzt erstmal Ruhe an dieser Prüfungsfront ist und wir die Nachrichten wieder unter anderen Gesichtspunkten lesen können als dem, was juristisch- und prüfungsrelevant sein könnte, da sehr gerne tagesaktuelle Fälle für den mündlichen Prüfungsteil verfrühstückt werden.    Das eigentliche Bild der Woche entstand Mittwochs um 17:00h in Köln, öffentlich posten werde ich es aber nicht. Wegens weil Persönlichkeitsrechte und so. Nicht, dass mich noch ein frisch Geprüfter verklagt.

die staatlich geprüfte Sardine  


Die stolze Mama musste übrigens auf ihr Glückswunsch-Telefonat mit dem Kind warten. Der frisch Examinierte musste halt einen der raren Züge kriegen, die fuhren und war dann dort so eingezwängt, dass nichts mehr ging. Eine staatlich geprüfte Sardine sozusagen. Verkehrs-Schwierigkeiten prägten im übrigen mal wieder die ganze Woche. Was da für eine Zeit bei uns draufgeht für all die Fahrerei. Im nächsten Leben werde ich Bäuerin mit Haus und Hof, auf dem alle Generationen in Sichtweite zu erreichen sind. ( Wahrscheinlich auch nur ein anderes Übel, ob kleiner, sei dahingestellt)  Der Ruhebewahrer ist mehr als leidgeprüft. Am Dienstag Morgen waren es fast 600 km Stau im Sektor. Ich musste an diesem Tag zu einem Meeting in der Metropole tiehief im Wehesten und entschied mich für die Kombi Park and Ride weiter mit der U-Bahn. (Trixelinchen hätte an dieser Stelle gesagt "Tja, Deine Stadt hätte auch 'ne U-Bahn haben können, aber nein. Wer nicht will...Recht hat 'se im übrigen) Alle, die nicht mit der sondern auf der Bahn waren, kamen denn auch reichlichst zu spät. Allerdings fand ich die U-Bahn-Fahrerei trotzdem grauenvollst. Ich kann schon verstehen, warum manche die Rumsteherei auf der "A nur wennste Zeit hass 40" vorziehen. Wenn man da so als Business-Gestylte drinsteckt, ist U-Bahn-Fahrerei und Slalomlaufen in einem Ruhrpott-HBF  schon eine angstbesetzte Angelegenheit. Muss ich einfach mal so sagen.

Wer keine Kultur hat.... 


War sonst noch was? Wie soll ich sagen? Wer keine Kultur hat, braucht sie auch nicht schützen. Und good bye America. Die Unesco wird es verschmerzen.  Dann hatten wir noch küchenpsychologisch verbrämtes Obergrenzen-Gejodel. Bei der Gelegenheit eine Anmerkung off topic: Wenn wir hier rumstöhnen wegen Trumpels und Co-Idiots - wir kommen derzeit im Ausland nicht wirklich besser weg. Sagt eine, die aus Gründen immer noch stoisch Holland-Radio hört. Die Tage las ich einen Tweet, in dem jemand beklagte, dass alles so blau wäre dort, wo er sich gerade aufhält. Und ich hab echt nicht geschaltet. Ich hab wirklich an die selbsternannte Alternative gedacht als an wie es richtig gewesen wäre Schalke. So weit ist es gekommen. Ätzend. Ich bin übrigens sehr gespannt, wie die Wahl in Niedersachsen ausgeht. Ich hab da so eine Vorahnung. Im Fall eines Wahlsieges der Sozen würde ich mich zumindest nicht wundern, wenn man daraus dann plötzlich einen Wählerauftrag für Gro-Ko reloaded im Bund ableitet. Achtet auf meine Prophezeiung. Gezeichnt, Cassandra. Und nun für Euch aus der Glaskugel

die Statistik: 


Zahl der Woche: 11,1
Cookie der Woche: Einmal so glücklich sein wie die Taube an der 
Bushaltestelle mit ihrem halb vergammelten Stück Pommes 
Tipp der Woche: Ich würde ja eine ZDF-Sondersendung mit Claus Kleber 
"Spezialkleber" nennen, aber auf mich hört ja 
wieder niemand. (©nureinePhrase auf Twitter) 
Tausch der Woche: Bürozeit! - Kann ich das mit dem Knast bei Brot 
und Wasser nochmal sehen? ( ©Pogobär auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Irren ist menschlich. Aber im Notfall kann man immer noch
 jemand anderem die Schuld daran geben (©Grantscheam auf Twitter) 
Wettbewerb der Woche: Trump will gegen seinen Außenminister im IQ-Test antreten.
 Jemand sollte ihm sagen, dass nicht wie beim
 Golf der niedrigste Wert gewinnt. (©Grantscheam auf Twitter) 
Gruß der Woche: "Guten Tag Frau Jung" "Guten Tag Frau Müller" "ich habe gestern 
ihren Mann gegrüßt, aber er hat mich gesehen" 
"Hat er mir erzählt" (© Schebacca auf Twitter) 
Grübelei der Woche: Warum nehm ich das immer persönlich, wenn Herbert Grönemeyer 
im Radio singt: "Du bist keine Schönheit, vor Arbeit ganz grau" (©K-Tacki auf Twitter) 
Notlösung der Woche: "Schatz, können wir nächste Woche Deine Mutter einladen?"
 "Du vermisst sie! Das finde ich so süß!" 
"nein, mir gehen langsam die Tweets aus" (©WiViEIma  auf Twitter) 
"Lichtblick" der Woche: Dunkelzeit am Morgen und am Abend. Jetzt kann man Pendler 
wieder über die Scheiben beobachten und muss sie nicht 
mehr direkt anstarren (©Ethniesoph auf Twitter) 
Ausblick der Woche: Mützen raus, irgendwann wird es sicher noch kalt 



Allen ein schickes Wochenende.
Feiert keine Prüfung, die ich nicht auch feiern würde. 

Wie immer gilt: Wer TIPP!Fehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Nachfrage 

Freitag, 6. Oktober 2017

T.G.i.F. - eine Woche mit zwei Montagen

Tach auch Liebeleins. Na, wie isset? Allet gut? Alle da? Keiner weggeweht? Ich hatte es gestern richtig fein und für den Sturmtag einen Tag mit dem einzigen Termin Zuhausebleiben erwischt. Fast schon wie ein 6er im Lotto. Naja, fast. Sagen wir wie ein 5er. Aber wohl auch verdient oder? Stürmische Aufregungen hatten wir ja schließlich schon genug dieses Jahr.

War aber auch so irgendwie eine komische Woche oder? So mit zwei Montagen. Da soll man keinen Jet-Lag kriegen, so schnell kann doch echt keiner umschalten von Arbeits- in Feiertagsmodus und wieder zurück. Aber war natürlich trotzdem gern genommen.

Zwischen Meer und See 


Genauso wie die Tatsache, dass es fast nichts zu berichten gibt. Mir ja immer das Allerliebste. Eigentlich hatte ich heute morgen schon entschieden, kein TGiF zu posten - mangels Masse. Aber wär ja auch blöd gewesen. Wie sonst könnte ich noch einmal Werbung machen für mein Logbuch des Herzens, welches für dieses Jahr feddich iss. Höchstbedauerlicherweise. Aber es sind ja die Erinnerungen, die bleiben. Und einen tragen. Auch durch andere stürmische Zeiten, als die auf dem Wasser durchlebten. Von daher - wer hat noch nicht, wer will nochmal?


  

War sonst noch was? 


Wie gesagt - bei uns nicht. Und in Schland auch nicht. Die Parteien scheinen unter die Twitterer gegangen zu sein. Anders ist das doch nicht zu erklären oder? Dass jetzt allüberall das Hohelied der Prokrastination gesungen wird. Mann, Mann, Mann - Kopp innen Sand stecken iss nich! Vor lauter Generve und Spekulationen höre ich nach wie vor unbeirrt Holland-Radio. Veroooooooonicaaa! Allerdings auch mit der latenten Angst, dort etwas zu hören, was ich nicht hören will. Z.B. dass wir im Ausland nun wieder in die Schublade ganz rechts gesteckt werden. Die Befürchtung ist so abwegig ja nicht.

Alles, was wir geben mussten 


Dann war ja noch Woche des noblen Preises. Zum Friedensnobelpreis kann ich gar nicht viel sagen, geht für mich irgendwie in Ordnung, dem Eindruck des kleinsten gemeinsamen Nenners kann ich mich allerdings nicht ganz verwehren. Dafür war ich gestern sehr überrascht über den Literaturnobelpreisträger. Und ausnahmsweise mal positiv überrascht. "Alles was wir geben mussten" von Kazuo Ishiguro hatte mir vor Jahren das Engelchen empfohlen und ich erinnere da einen regen Austausch zwischen uns. Auch heute noch vermag ich den Eindruck zu spüren, den dieses Buch bei mir hinterlassen hat. ( der Film dazu ist übrigens auch ok. Nicht ganz so gut wie das Buch, aber wann ist ein Film das schon mal ) . Ich glaub, ich nehm die Preisverleihung mal als Anlass, einen vernachlässigten guten Vorsatz umzusetzen und weitere Werke des Autors zu lesen.

Gute Vorsätze wie immer auch in

der Statistik : 

Wehmut der Woche: Wisst Ihr noch, als der US-Präsident einfach nur 
die Praktikantin gevögelt hat? Das war schön. (©Felltomate auf Twitter) 
Maßnahme der Woche: ich habe als Klingelton "Kasse 3 öffnet für Sie". 
Endlich macht Einkaufen wieder Spaß (©KTacki auf Twitter) 
Durchsage der Woche: Allen, die seit der #BTW2017 nichts mehr von 
Würselen  gehört haben: Wir leben noch. 
Die Stadt gibt es noch (©Pommesblauweiß auf Twitter) 
Motiv der Woche: "Und warum willst Du Arzt werden?" - "Um einmal zum Spaß 
den Kalender im Aufwachraum auf 2089 zu stellen" - 
Belausche nie Medizinstudenten (©JuliaSinglesias auf Twitter) 
Cookie der Woche: "Geht's Dir wieder besser?" "Geht schon. Ich bräuchte einen Martini. 
Trocken. So trocken, dass die Olive hustet. Die soll auch leiden "
Aufatmen der Woche: Endlich wieder normales Wetter hier im Pott. 
Dem heiligen Piesepampel sei Dank (©Paraneues auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Stell Dir vor, Du wohnst in Nigeria und möchtest 
Deinem Großneffen in Deutschland Deine Millionen vererben. 
Wie schwer das jetzt ist (Kürbissuppe auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Lest nichts, was ich nicht auch lesen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
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Freitag, 29. September 2017

TGiF- heute mit stürmischer Kastanie

Tach auch Liebeleins. Könnte ich bitte das Jahr 1952 nochmal sehen? Und ggf. was ändern? Da war ich zwar noch nicht geboren, aber in diesem Jahr wurden meine Großeltern Deutsche. Ihr wisst ja, ich wäre wirklich gerne Holländerin geworden und ich wäre auch eine gute gewesen. Aber selten habe ich es mir so sehnlich gewünscht wie in dieser Woche. #ausgründen

Zum einen natürlich aus den üblichen Sehnsuchtsgründen. Ich habe Fottos sortiert und hochgeladen und der erste Blogpost zum Bootsurlaub ist drin. Die anderen - coming soon. Wenn man sonst nichts hat im Augenblick als die Sehnsucht, will man sie wenigstens fein dosiert auskosten. Zum anderen - iss klar, ne?

Die Qual der Wahl 



Die Qual der Wahl. Hier, aber auch nur hier hätte ich mich für den bitteren Beigeschmack entschieden. 
Diese Woche hatte einen bitteren, einen sehr bitteren Nachgeschmack. Viel, sehr viel könnte ich dazu sagen. Von sehr guten Direktkandidaten, die meiner Meinung nach die 20% gerade noch so gesichert haben und sicherlich eine bessere Wahl bei Erneuerungen wären als Fresse aufreißende Totengräber. Von demokratischer Verantwortung, von schlechten Verlierern, von wortbrüchigen Verarschern und blauen Domaininhabern, von Possenspielern, Zockern und sich von Hilflosigkeit und Parolen treiben Lassenden, von sich morgens mit triumphierenden Gesten und markigen Worten beim Bäcker aufspielende Dummbratz-Gesellen, die meinen, es allen mal gezeigt zu haben und und und. Aber ich lass et. Arbeiten sich gerade schon genug dran ab. Es war halt scheiße, diesen Abend mit meinem #BTW Erstwähler, der seine Wahl ernst nahm, darüber nachdachte, gut informiert war, zu verbringen. Nie, nie, nie hätte ich vor 20 Jahren gedacht, dass der Tag, an dem das Kind zum ersten Mal BTW wählen darf, der braune Kackdreck ein Thema sein würde. Nie, nie, nie.   

Satz der Woche: Rücksicht nehmen heißt Schaden nehmen. 


Auch, aber nicht nur damit verbunden entfachte ich auf Twitter eine kleine, fair geführte, sehr interessante Diskussion zum Thema Rücksicht. Ich postete den Satz der Woche, über den ich lange nachdachte. Wie auch über die Diskussionsbeiträge.  Wir waren uns in einem Punkt einig: wo Rücksichtnahme an Selbstaufopferung grenzt, ist dieser Satz anwendbar und zu beherzigen. Und ICH werde es beherzigen. Da, wo Rücksicht nehmen, für mich Schaden nehmen bedeutet, werde ich sie künftig nicht mehr nehmen. E basta. Sagt ruhig auch nochmal was dazu. ich finde das sehr spannend.

Die stürmische Kastanie 


Zeit also für einen Trost. Zeit für den jährlich wiederkehrenden bewährten Trost der bewegten Kastanie. Theobromina hat den Startschuss gegeben. Bitte klickt dazu und für alles weitere zur Kastanienbewegung 2017/2018 bei ihr. Witzigerweise rollten auch uns dieses Jahr die Kastanien in Holland und ebenfalls in der Sturmwoche vor die Füße. Der herzerwärmelnde Trost in der Jackentasche birgt also in diesem Jahr besonders viele schöne Erinnerungen.

Sturmbedingt etwas früh vom Baum gefallen, aber das leicht schrumpelige massiert dafür ganz schön, 

Die besten Daumendrücker der Welt 


War sonst noch was? Nun - ich muss mal danken. Den bewährten Daumendrückern, vor allem aus der Twitter-Timeline. Der angehende Starjurist hat die ersten Weichen gestellt. Dass die schriftlichen Klausuren zum 1. Staatsexamen bestanden sind, wussten wir bereits. Nun wissen wir auch wie. Und da selbst das ehrgeizige Kind es mit "ich bin mehr als zufrieden" kommentierte, ist es denn auch wohl auch mehr als gut. Hat er sich auch verdient nach anderthalb Jahren strenger Lern-Disziplin. Nun muss der Zug nur noch über die Weichen fahren, dann steht das Signal für Herrn Dr.jur. auf grün. Daumen also bitte auf Habacht für den 11.10., da muss er labern, was das Zeug hält. Und am besten keinen Quatsch. Auch an der anderen Front scheint eine Suche ein vorläufiges Ende gefunden zu haben. Mögen auch diese Weichen halten, was sie versprechen. Vielversprechend wie immer auch

Die Statistik: 


Satz der Woche: Rücksicht nehmen heißt Schaden nehmen. 
(©eine mir bekannte ältere Dame)
Erfahrungsbericht der Woche: Sobald über Sachthemen diskutiert wird, sind die 
die Ersten am Buffet. (© C. Lindner über die AfD in Landtag NRW )
Vergleich der Woche: Bei einer Wahl eine Protestwahl zu machen, ist, als ob man 
eine Nacht im Hotel verbringt, einem das Zimmer aber nicht gefällt und man deshalb 
aus Protest ins Bett kackt. Nur um dann festzustellen, dass man 
im vollgekackten Bett schlafen muss. (©Alan Moore, britischer Autor 
nach dem Brexit, diese Woche zitiert von Til Schweiger 
und ich finde, das trifft es haargenau)
Stoßseufzer der Woche: Rechner spüren es, wenn man nicht 
zwischenspeichert ( ©Schisslaweng auf Twitter)
Vorschlag der Woche: Wer kein Niveau hat, 
einfach mal die Fresse halten (©deutsches Sprichwort)
Beobachtung der Woche: Fakt ist doch: Der Austritt der Petrys aus der AfD 
ist kein Pretzelldenzfall (©Zwiebelzwist auf Twitter)
Empfehlung der Woche: Wenn Sie jemand enttäuscht hat, sagen Sie es klar 
und deutlich. Ich mache das mal vor: 
"Nee, ist schon ok so. Alles gut." (©BabsiPeters auf Twitter) 
Resümée der Woche:  Natürlich passen alle meine Klamotten noch. 
Nur eben nicht mir. (©Frau Vogelbein auf Twitter)   

Allen ein schickes Wochenende
Nehmt an keiner Bewegung teil, an der ich nicht auch teilnehmen würde.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. Und - Tippfehler sind etwas komplett anderes als Rechtschreibfehler. Kleiner Merksatz für alle, denen ihr Leben lieb ist.  
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Freitag, 22. September 2017

T.G.i.F. - Woche eins nach dem gelebten Traum

Tach auch Liebeleins. Da sind wir wieder. In unserer gemütlichen kuscheligen kleinen Freitagsrunde. Wie isset Euch? Ich bin noch ein bißchen wehmütig. We zijn terug. Zurück vom gelebten Traum. Ausgewassert für dieses Jahr. Letzte Woche um diese Zeit verließen wir unser schnuckeliges schwimmendes Zuhause auf Zeit und begaben uns wieder auf die asphaltierten Wege. Um den Absturz nicht zu drastisch zu gestalten und weil das Wetter noch einmal so holländisch schön wurde, nahmen wir wenigstens die wunderschönen

Ways over water 



(Guckst Du Engelchen! Damit wäre auch das Versprechen vom Bildnis des vollbärtigen Captains schon eingelöst ) 

Unsere Zeit auf dem Wasser - sie war wie immer großartig, einzigartig. Wenn auch in diesem Jahr aufregend stürmisch. Wer jetzt die Frage nach dem Logbuch stellen möchte - na klar. Ich habe jeden Abend Logbuch geschrieben, für uns ist das alles ja immer noch eine große Sache. Es wird auch noch Einträge im Logbuch-Blog geben, aber gemach. Es sind noch nicht alle Fotos hochgeladen, wir mussten auch bereits am Wochenanfang direkt wieder auf Maloche. Und die meisten haben uns ja auch in der Zeit bereits auf Twitter begleitet. Auch, aber nicht nur deswegen habe ich allerdings entschieden, dass die Logbuch-Berichte in diesem Jahr nicht so episch werden wie nach den letzten Touren. Aber das Wichtigste erzähl ich natürlich. Versprochen. 

Im Moment verarbeite ich gerade noch den mit unschöner Zuverlässigkeit auftretenden Kulturschock, nachdem wir eine Zeit in Holland verbracht haben. Meine Fresse, sind wir hier meilenweit entfernt von der lässigen entspannten Freundlichkeit der Holländer. Und das liegt nicht nur an den feinen Tees, die man dort kaufen kann. Im übrigen gab es auch in Holland welche, die rumgepampt haben. Dreimal dürft Ihr raten, wo die so her kamen. Richtig. Es gab mehr als eine Situation, in der ich mal wieder froh war, nicht auf den ersten Blick als Deutsche identifiziert zu werden.       


Immer gut, eine Wahl zu haben 


Und sonst so? Alle schon ge-wahl-o-matet? Ich werde erleichtert aufseufzen, wenn diese Wahl vorbei ist. Diese künstlich aufgeblasene Berichterstattung darüber - ich fand es äußerst segensreich, in den letzten Wochen davon nur das Allernötigste mitbekommen zu haben. Ein bißchen mehr Unaufgeregtheit und vor allem ein bißchen weniger Schwarz-Weiß-Malerei stünde diesem Land auch gut zu Gesicht. Es ist nun mal vieles grauschattiert. Wer wüsste das besser als wir hier im Pott? 

Ich hege allerdings schon alleine nach nur dieser Woche die Befürchtung, dass es am Sonntag ein ganz, ganz böses Erwachen geben werden wird. Wieviele Leute alleine diese Woche zu mir "Naja, klar, wählen kann man die nicht. Aber ich finde, die haben in ganz vielem recht" gesagt haben! Wenn alle diese Leute in der Anonymität der Wahlkabine ihr Kreuzchen dann doch bei denen machen, von denen sie offiziell sagen, dass man sie nicht wählen kann - dann gute Nacht, Marie. Tiefbraune Nacht! Falls hier welche mitlesen, die im Geheimen genau das vorhaben: Lest Euch das (eigentlich ja nicht vorhandene Wahlprogramm) einfach mal durch. Und dann wird jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, sehen, dass diese selbsternannte Alternative genau denen am meisten schaden wird, die jetzt am lautesten für sie krähen. Isso. Auch mal ganz abseits von der ekeligen braunen Brühe. Also sage ich jetzt das, was ich immer sage vor Wahlen: Es ist immer gut, eine Wahl zu haben. Nutzt sie. Bitte. 

Keine weiteren Fragen an Christian Ehring 


War sonst noch was? Ich möchte noch gerne etwas nachtragen aus der Vorurlaubs-Zeit: Wir nahmen mit dem Twitter-Pott die zweite Nachhilfe-Stunde des Jahres in Ruhrhochdeutsch und waren bei Christian Ehring im Spiegelzelt. Und - es war richtig, richtig gut. Ganz großes Kabarett. Respekt! Den Spiegel, den Ehring dem Spießbürger in uns und sich vorhält - er ist sehr, sehr feingeschliffen. Manchmal so fein, dass einem das Lachen im Halse steckenbleibt. Also: Wer irgendwo die Chance hat, ihm live keine weiteren Fragen zu stellen und sich mit ihm einen Abend durch vegane Kinderlieder und die Fallstricke der Life-Life-Balance zu würselen - er gehe voller Landlust hin. Ehring findet für jeden den passenden Slum. Versprochen.Und nun zur 

Statistik: 

Karrierestart der Woche: "Frau von Belang, möchten Sie Ihre Cookies aktualisieren?" (©der mit einer Rolle Kekse vor mir stehende Azubi. Er wird es weit bringen. Sehr weit. )
Land der Woche: Nambia (©das Ganzkörper-Doppelkinn) 
Tipp der Woche: Say what you want, but Nambia makes the best damn cup of Covfefe this side of Bowling Green (©TonyPosnanski auf Twitter)
Warnung der Woche: falls jemand gerade mit der Bibel anfängt
- ich sterbe #Spoiler ( derMessias_de auf Twitter 
Erkenntnis der letzten Wochen: Solange es die Enten nicht vom Steg weht, ist kein Sturm. 


 Allen ein schickes Wochenende.
Wählt nichts, was ich nicht auch wählen würde.

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Freitag, 18. August 2017

T.G.i.F. - Hundstage

Tach auch Liebeleins. Wer hätte das gedacht? Heute kriege ich es trotz allem geregelt,  ein TGiF in die Tasten zu kloppen. Wenn auch kein episches. Iss klar. Wir sind nämlich auf den Hund gekommen. Leider nur auf den Ferienhund. Dafür dann gleich zwei seit heute. Unsere Freunde könnten sich auch mal besser absprechen bei der Urlaubsplanung..... 


Hundstage 


Seit dem letzten Wochenende ist ein kleiner, wilder Beagle bei uns, er hört auf den schönen Namen Snooker und wird in der Hauptsache vom Kind betreut. Und abendlich vom Ruhebewahrer bespaßt. Neueste Performance: Snooker im Dark-Room. Das zugehörige Video kann ich Euch leider nicht zeigen, hier ist ja FSK 18.... Aber ich muss sagen: Dafür, dass Beagle so schwierige Haustiere sind, weil sie von Haus aus Jagd- und Meutehunde sind, hat das ganz prima geklappt. Wenn ich großmütig darüber wegsehe, dass der gute Snooki seinen mitgebrachten durchaus schönen Korb verschmäht und lieber mein Hollywood-Equipment besetzt hält.

Snooker



Familienzusammenführung


Seit heute morgen dann ist dann die alte Dame Luna da, den meisten hier ja schon bekannt. Ich befürchtete vorher Arges, wegens weil zwei sich unbekannte Hunde, der eine uralt, der andere wild und jung, aber - nein. Klappt prima. Erst wurde sich skeptisch beäugt, dann beschnuppert, dann einträchtig gegen den gemeinsamen Feind, die fortwährend diese Woche nervende Firma Immergrün, angebellt ( gut so, Jungs, gebt alles, wuff, wuff, wuff ), dann einträchtig zusammen gefuttert und nun liegt man jeweils in seiner eigenen Ecke und pennt. Der junge Wilde bleibt auf dem rosa Kuschelkissen, der uralten Oma gebührt die coole Totenkopf-Decke, die sie liebt. Ich hoffe, es bleibt auch so und alles geht weiter gut. Meine größte Sorge ist, dass die alte Frau bei mir ihre Augen zumacht. Sie ist schon 14 gesegnete Hundejahre alt, das sind in Menschenjahren 98! In Worten: Fast hundert! Und gerade große Hunde werden ja seltenst so alt. Allerdings ist sie mit meinen und den Jungs meiner Freundin aufgewachsen, das härtet wohl ab für die Ewigkeit.  Witzigerweise finden wir alle übrigens heute zum ersten Mal, dass sie wirklich ein großer Hund ist. So im Vergleich zum Beagle. Hat ja auch nur 14 Jahre gedauert, bis uns das aufgefallen ist. 


Wandertage 


War sonst noch was im Whisteria Lane Kosmos? Ein bißchen. Der berühmt berüchtigte Stammtisch hatte Wandertag. Eigentlich wollten wir ja in Gelsenkirchen rum-ZOOM-en und von Kontinent zu Kontinent wandern, aber der Wettergott war nicht bei uns Sind wir halt indoor gewandert, einmal rund um die Erde. Im Gasometer Oberhausen. Die aktuelle Ausstellung - Wunder der Natur - betitelt, ist wirklich so toll wie alle immer sagen. Wer noch nicht da war - nix wie hin. Bis November kann man noch einmal rund um die Erde gehen. Oder sich wie meine Nachbarin ( siehe Bild ) einfach davor schieben. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Ausstellung schon zweimal verlängert wurde.   

Bildunterschrift hinzufügen

Hafenkneipe 

Am Wochenende davor waren der Ruhebewahrer und ich alleine weg. Zum Vater (Rhein). Wetter war so ging so, aber wir haben die Zeit genutzt und uns ein bißchen was im Veluwe-Hinterland angesehen, was wir noch nicht kannten und was für uns mal interessant werden könnte. Aber es waren immerhin genug Sonnenstunden, um ergiebig Fahrrad zu fahren und die hauseigene Hafenkneipe zu frequentieren.


Nun denn: An dieser Stelle kommt immer die Statistik. Doch der Fehler liegt nicht nur im eigentlich. Denn eigentlich hatte ich die Statistik gestern schon in Teilen zusammengetragen und es wäre kein großer Aufwand gewesen, sie jetzt zu layouten. Doch ganz uneigentlich will ich das gerade nicht mit hier rein nehmen. Die Statistik ist ja immer ein bunter Strauß mit Themen von allet und es passt heute nicht. Aus Gründen des Respekts. Es waren doch so einige dabei, die angesichts aktueller Ereignisse zu bitter wirken. Aus Gründen bin ich heute im TGiF rein privat geblieben und aus diesen Gründen bleibt auch die Statistik im Nirvana. Einen einzigen Posten zeig ich Euch und zwar 


das Suchspiel der Woche: Finde den Hund 



Ich wünsche allen ein schickes und vor allem friedliches Wochenende 
Kommt auf keinen Hund, auf den ich nicht auch kommen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links gibbet heute eh nicht, Fottos vom Ruhebewahrer ( Erde), das allerliebste vom Indianerhäuptling Snooker in seinem Tipi vom Hundesitter-Kind unter Verrenkungen geknipst, der stümperhafte Rest von mir