Freitag, 23. September 2016

TGiF - heute für Lästerschwestern - und Brüder

Tach auch Liebeleins. Überraschung. So schnell kann es gehen. Schon wieder eine Woche rum. Schon wieder ist das, worauf wir uns in der letzten Freitagsrunde freuten, Makulatur. Aber - es war alles schön. Whisteria Lane ist perferkt vorbereitet auf die  "Dänen lügen nicht"-Zeit , nicht einmal das Wetter muss zwingend mitspielen. Wir werden genug Entertainment und Verpflegung haben, um eine Woche das Haus nicht verlassen zu müssen.

Und - richtig dolle rund war unser Twittertreffen bei Sträters ihrem Torsten. Auch wenn zum Ksrkbäm-Mantra nun auch noch ein Storno nie wieder einfach ein Storno sein kann. Ganz entspannt dafür das Meet und Greet after show. Und auch wenn die Vermutung geäussert wurde - nein, der Ruhebewahrer muss nicht gen Holland aufbrechen, um sich mit seiner Ente zu trösten. Aber wir hatten Spaß. Währenddesssen und nachher. Sogar noch, als wir - hoffnungsfrohe Herner im Schlepptau -  mal wieder nicht ohne Irrungen und Wirrungen aus dem Westfalen-GedönsGewirr rauskamen. Zur Not hätten wir eben 'ne Schranke durchbrochen. Kenn wa nix.

Eine ganz und gar offizielle Lobhudelei Kritik findet sich in den Revierpassagen. Allerdings wurde mir erst im Laufe der Woche der wirkliche Grund für meine Sträter-Begeisterung klar: Es ist der Überraschungsmoment. Man hat ja doch fast alles im Leben schon gesehen. das meiste zweimal. Sträter ist einer der wenigen, die mich noch richtig überraschen können mit ihren Texten. Dasselbe galt übrigens auch immer für Gotzi-Mausi und Frau Westermann. Deshalb mit Träne im Kopfloch Bye, bye Zimmer frei und ein inniges Danke für viele, schöne Stunden mit der WDR-WG ! Auch wenn ich Trixelinchen zustimmen muss: Mit Gottschalk als letztem regulärem Gast hat man sich nur einen mäßig gelungenen Gefallen getan.

Aber ich weiß: Das wollt Ihr alles gar nicht wissen, das interessiert diese Woche alles nur peripher. Seien wir ehrlich. Es gab nur ein Thema. Der Brangelinexit. Der - ich fand es als Gag am Rande echt lustig - auch noch ausgerechnet am Weltkindertag verkündet wurde. Jedenfalls: Wir Mädels trauten unseren Ohren kaum, es war sogar Thema bei den Männern in unserer Mittagspausenrunde, wo sich sonst alles immer nur um Schalke oder um Schalke und vielleicht noch um 46881 Gelsenkirchen dreht. Am meisten interessierte die Herren ein Bericht, in dem das aufzuteilende Brad-Pack- Vermögen gelistet wurde: zwei Inseln, eine Yacht, drölfzig Schlösser und zwölf Nannies! Stellte sich natürlich sofort die Frage: Sind die Nannies jetzt unter Mobilien gelistet? Und der berechtigte Zweifel: Das kann doch gar nicht sein! Zwölf Nannies! Zwölf! Da waren doch unter Garantie mindestens sechs Nannos dabei. Sonst macht doch alles keinen Sinn. Soweit unsere Herren. Die Damen interessierten sich mehr für die Aufteilung der Blagen. Ich habe mittlerweile nachgeschaut: Aufteilung in einer kriegt die Kinder von A-J, der andere die von K-Z funktioniert leider nicht. Tjanun. Simpel kann ja jeder.

War sonst noch was? Nun, im Logbuch sind wir mittlerweile in Stavoren angekommen, inclusive Top-Übernachtungs-Tipp für nicht Boots-affine Touris. Rollt Euch doch mal in einem Fass zusammen:



Sogar die um ein Ruhrpottmädchen erweiterte Legende vom Vrouwtje van Stovoren ist schon drin. Ansonsten traf ich gestern doch mal wieder unser Omma Elsbett im Pennich. Plan war: Schnell einkaufen und dann auf Hollywood. Aber dann - Omma Elsbett und päng. One year after. Wir klagten uns also gegenseitig unser Leid mit all dem Stress und dann hat se zum Schluss ma wieder richtig einen rausgehauen: "Ach Mädschen, et iss doch so: Egal, worum et geht, et geht im Endeffekt immer um ein und dattselbste. Um datt die hier und da wir. So war datt damals mit de VWs und de Audis beim Allfonss, so iss datt getz bei Dir und so iss datt auch mit de Flüchtlinge". Bääam. Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft auf einen Nenner gebracht - zusammenfassen kann se, unser Omma Elsbett. Und für Euch jetzt wie immer an dieser Stelle zusammengefasst

die Statistik: 

Satz der Woche: Karma is a bitch (©Jennifer Aniston, also gerüchteweise) 
Bestätigung der Woche: Holland ist wie Deutschland, nur in cool. (©TorstenSträter) 
des Ruhebewahrers Lieblingswort der Woche: Gnadenhammer
 (©ebenfalls bei Sträter gelernt) 
Erinnerung der Woche: Smoking connects people :


 Anleitung der Woche: Wer übt, kann nix. (©Götz Alsmann in der letzten Zimmerfrei 
Sendung ever ever ever . Man reiche mir stilecht ein Stoff-Taschentuch) 
Beschwerde der Woche: Ich hasse es, wenn Menschen sich in der U-Bahn streiten, 
ohne ein vorheriges kurzes Briefing der anwesenden Fahrgäste (©Bierengel auf Twitter) 
Separatismus der Woche: Toto und Harry haben sich getrennt? Das ist ja doof! 
Wer bekommt denn jetzt die Tiger? (©Onkel_Homie auf Twitter) 
Kompliment der Woche: Und falls Ihr Euch das schon immer gefragt habt: Torsten Sträter sieht mit dem Indiana Jones Hut eigentlich besser aus als mit der Mütze (©Trixelinchen) 
Rechenaufgabe der Woche: Das Geschirr hat 10,5 sek. ins Kinderzimmer gebraucht, 
die Schüssel 9,8 Sek. Der Rückweg dauerte 2,5 Wochen. 
Aufgabe. berechne den Gegenwind. (©Herr-Hirn-Himmel auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende 
Lästert über nichts, worüber ich nicht auch lästern würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
©Fass-Foto: der Captain 
©Sträter Fotos:  Dank an Michael Reimann auch hier nochmal für die ruhige Hand zu später Stunde und an Torsten Sträter für die Erlaubnis zur Veröffentlichung)   
Weitere Links auf Nachfrage 

Und - die letzten #TGiFs waren nur eine kurze Unterbrechung der Pause. Zwischenzeitlicher Sendeschluss geht urlaubsbedingt weiter. Wer kann, der kann und wer hat, der hat.jede Menge Resturlaub z.B.  Hart erarbeitet. Nur kein Neid. Hatte ja auch keiner Mitleid während der langen Durststrecken-Monate, oder? Oder? 

Freitag, 16. September 2016

T.G.i.F. - am frischen Frei-tach

Tach auch Liebeleins. Und sonst so? Allen die Luft weggeblieben bei der Hitze? Mal ehrlich  - kann es sein, dass sich die Jahreszeiten so ein bißchen veschoben haben in den letzten Jahren? Mir jedenfalls war es wieder viel zu warm. Was zuviel ist, ist eben zuviel. Wenn ich schon mit meinem Super-Bike kletschnass geschwitzt hier oben ankomme nach Feierabend, dann heißt das was.

Trotzdem finde ich es toll, nun jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können. Das hat schon was. Genauso wie die Klimaanlage, deren Segnung mich nun durch den Arbeitstag begleitet. Ansonsten gilt: irgendwas iss immer. Gerade wir, nach unserem Ausflug in die Traumzeit, empfinden doch so einiges als Absurdistan. Allüberall. Iss eben so. In dem Zusammenhang fiel mir auf, dass man manchmal ganz auf einmal eine Gruppe, mit der man seit Jahren eng und gut verbunden ist, noch einmal anders schätzen lernt, wenn die äußeren Umstände sich ändern. Aber - wir rocken das. So wie wir es immer getan haben.

War sonst noch was? Nicht so ganz wirklich. Wir sind durch mit Downton Abbey. Die letzte Folge ever ever flimmerte über unseren Fernseher und ich konnte gar nicht so schnell Aufnehmer holen, wie der Schmalz floss. Für die, die es noch vor sich haben: Staffel 6 ist in Summe ok, auch besser als die vorhergehende. Aber zum Ende hin ist es mir etwas arg viel FanService. Mal sehen, vielleicht schreibe ich noch was drüber.

Schwiegervaters Geburtstag konnte im Biergarten begangen werden, das war sehr nett. Der Rheinländer begab sich für ein paar Tage gen Osten und fand es durchaus empfehlenswert. Mal sehen, ob man in Lettland auch Boote chartern kann. Wär ja anscheinend mal was. Der Wasserträger schlägt sich tapfer trotz Hitze und anderer Widrigkeiten. In dem Zusammenhang mein Lacher der Woche: Eine wahre Geschichte (ich schwör) aus Absurdistan: "Herr Werkstudent, können Sie morgen eine Zusatzschicht übernehmen?" - "Ja, ok. Aber bitte keine Sechs-oder Acht-Stunden-Schicht. Steht noch einiges für:s Studium an" "In Ordnung. Geänderter Einsatzplan kommt dann gleich per Mail" . Nun ratet, was für eine Schicht die Mail verkündete? Richtig. Genau! Es gab eine Sieben-Stunden-Schicht!!!!! Ich fand es so geil, ich hab noch am Tag danach darüber gelacht. Herzlich willkommen in der Arbeitswelt der Erwachsenen!

Ansonsten bin ich ja immer dankbar, wenn es nicht viel zu berichten gibt. Ihr kennt das. Aber das wird sich ändern. Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Schließlich ist so eine erste Arbeitswoche die beste Zeit, um den nächsten Urlaub zu planen und das macht der Whisteria-Lane-Stammtisch gerade akribisch. Motto. Dänen lügen nicht. Und morgen heißt es erstmal TTT -Twitter-Treffen bei Torsten (Sträter). Motto KSRKBÄM.  Für Euch solange mit einem relativ leisen Bäm die

Statistik:

Fortsetzungsroman der Woche: Mittlerweile bei Mr. Bojangle angekommen. Das Logbuch 
der friese Meren. ( Weiteres wird aus Gründen noch auf sich warten lassen, Ihr könnt also 
in Ruhe alles nachlesen, wo jetzt das Wetter wieder schlechter wird )
Cookie der Woche: Wo man gut isst, da laß Dich ruhig nieder, 
nette Menschen tragen keine Mieder.
Überlegung der Woche: Auf die Frage, wieso man nicht zu einem Treffen erscheinen kann,
 ist "Robert de Niro's waiting" wohl keine passende Antwort. (©Zwiebelzwist auf Twitter)
Freude der Woche: Wenn es weiter so heiß bleibt, fallen die Kastanien wohl direkt geröstet 
von den Bäumen. (© der Ruhebewahrer aka Captain auf Twitter)
Bild der Woche: Und tschüss Sommer (©ebenfalls der Ruhebewahrer) 


Erkenntnis der Woche: Es spielt übrigens alles eine Rolle. Ausser, wann Du zu
 Bett gehst. Am Morgen ist man immer müde. (© Ethniesoph auf Twitter)
Stoßseufzer der Woche: Hier ist voll die Stimmung.... in echt...also so eher 
eine Art Entdzeitstimmung, aber immerhin Stimmung
 (© Trixelinchen auf Twitter, gesendet aus dem kochenden Büro )

Allen ein schickes Wochenende.
Bleibt nicht länger in Absurdistan, als ich dort bleiben würde.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten.
Weitere Links auf Nachfrage  



Freitag, 9. September 2016

T.G.i.F. - Woche eins nach Traumzeit

Tach auch Liebeleins. Nun ja. Da wären wir also wieder. In unserer gemütlichen, kleinen Freitagsrunde. Ich hatte noch frei diese Woche - und was soll ich sagen? War datt ein Wetterken? Die alten Weiber wieder. Same procedure as die letzten Jahre. Altweibersommer ist der beste Sommer. Achtet mal drauf.

Dennoch - ich hätte das wunderbare Wetterken natürlich lieber auf der schaukelnden Limanda genossen als auf Hollywood. Aber die freie Zeit erlaubte mir immerhin, gedanklich noch etwas länger in meiner Traumwelt zu verweilen und die natürlich auch schon mit Euch zu teilen. Erste Einträge sind schon im Friese-Meren-Logbuch zu finden, ich hoffe, Euch gefällt es. Und - nur keine Müdigkeit vortäuschen, da kommt schon noch so einiges.

Ich weiß, so ein Bootsurlaub ist nicht jedermanns Sache, auch unterwegs lernten wir den oder die ein oder andere kennen, die mitgeschleift wurden und damit nicht so ganz glücklich waren. Selbst wenn man für die Einsamkeit ist, es ist ja nicht alles Entspannung auf einem Boot. Es ist manchmal auch aufregend und ich gebe zu, auch ich war nach wie vor bei so manchem Manöver nervös. Aber eins steht fest: Ich bin nirgends so glücklich und entspannt wie auf dem Wasser und es ist einfach nur schön, so weit weg sein zu können. Von eben allem. Ich war sehr, sehr durch vor dem Urlaub, so einiges hatte doch Tribut gezollt. Man wird eben nicht jünger.

Was uns auch gut getan hat, war die völlige Abstinenz von multimedialer Berieselung. Nur 2 x ganz kurz, ganz schlechtes Internet, welches wir auch erst nach Einbruch der Dunkelheit nutzten, weil vorher das Hafenkino/ Schleusenkino/ Merenkino/ Kanalkino usw. Programm einfach zu interessant war. Und dann auch nur für ein paar kurze WA-Nachrichten, Hauptzweck neidisch machen der Daheim-Gebliebenen. Kein Fernsehen, kein Radio, keine Zeitung, nur die mündlichen News, die auf den Stegen Thema waren. Ich habe sogar meinen eigenen Negativ-Rekord gebrochen und gerade mal ein einziges Buch gelesen. Und davon blieben noch 50 Seiten für zuhause. Gefehlt hat uns gar nichts. Die wichtigsten News von daheim gab es per altmodischer SMS - wenn denn Mobilfunknetz da war und sogar einem Telefonat!. Guter Vorsatz für mich: Nachrichten noch besser selektieren und nur insoweit konsumieren, als sie für mich von Belang sein könnten. Noch klappt es. Sogar beliebte Trash-TV-Formate müssen derzeit ohne mich auskommen, ich bin dafür gerade nicht bereit.

Die News von daheim: Einiges scheint sich grundlegend geändert zu haben, hier kommt derzeit die Post am frühen Morgen um zehn. Sehr irritierend. Wie lange waren wir weg? Im Ernst: Viel ist zum Glück nicht passiert. Der angehende Jurist hat sein behördliches Praktikum beendet, mit Erfolg, wie man hört. Die schwarze Null scheint immer noch standhaft. Der Ghostbuster hat immer noch keine Zeit zum Ghostbustern, dafür kann er derzeit kein Wässerchen trüben. Sprich, er hat einen Ferienjob und macht Kalt-Akquise, neudeutsch Promotion genannt für innovative politisch korrekte Kaltgetränke. Und wie unser Engelchen richtig prophezeite, waren auch die exorbitanten Drama-Queen-Auftritte fast umsonst. Von sechs Klausuren sind immerhin vier bestanden, eine nicht und ein Ergebnis steht noch aus. Für das Drama, welches hier abging zu all meinem Stress vor dem Urlaub sehr sehr gut. Bleibt zu befürchten, dass er auch weiterhin nur so weit springen wird wie unbedingt muss.

War sonst noch was? Die Frage könnt Ihr mir mal gerne beantworten. Muss ich noch irgendwas aus den letzten 2 Wochen so ganz, ganz unbedingt wissen? Dass Walter Scheel tot ist, habe ich mitbekommen. Möge er seinen gelben Wagen gut durch die Wolken lenken. Und ich habe am Rande ein Gequäke mitbekommen von wegen Hamsterkäufe und Notvorrat und blabläblubb. Irritiert mich hart. Oder haben die alle die Weltuntergangsbüchertipps von uns Engelchen gelesen? Und vor allem - das, was man bevorraten soll! Was soll mir das bringen? Dosen, Trockenvorräte? Was soll ich damit? Wenn ich doch mutmaßlich bei einer wie auch immer gearteten Katastrophe als erstes keinen Strom mehr habe? Wohl dem, der eine gasbetriebene Sommerküche hat..... Vielleicht sollten wir auch noch einen Brunnen bohren. Klärt mich auf. Was genau hab ich da nicht verstanden?

Was ich allerdings verstanden habe - um damit den Bogen zurück zum Anfang zu schlagen - sind die Wahlergebnisse vom Wochenende. Alles klar. Wir bleiben mit unseren Bootsurlauben in Holland. In Meck-Pomm werden wir ganz sicher keinen Anker werfen. Und das nicht nur wegen der vielen Schleusen. Durchgeschleust für Euch auch

die Statistik


Ansage der letzten Wochen: "Fern vom Holz" ( mein neues Lieblingskommando, gelernt 
vom unvergleichlichen Skippertrainer Eemke, dazu morgen mehr. 
Satz der Woche: Wenn ich zwischen Logik und Prinzip wählen soll, 
nehme ich  immer das Prinzip. 
(wahrscheinlich aus Prinzip. ©Maggie Smith in Downton Abbey, Staffel 6 ) 
Lied der letzten Wochen: Mr. Blue Sky   
schönste Aktion der Woche: Der Guilty Pleasure Vrijdag von Radio Veronica 
Karriere der Woche: Der Entenflüsterer 


Plan der Woche: Überlege, mir eine Tischkante auszusägen. 
To go quasi. Für Kopf/.... (©MichaelMusto auf Twitter) 
Geschäftsidee der Woche: Wenn ich alle meine Fettnäpfchen als Ölquellen verkaufe, 
werde ich stinkreich. ( ©Trixelinchen, vielleicht etwas für dHdL ? ) 
Cookie der Woche: Ich nehme "Das kleinere Übel für 200, bitte". 
Resignation der Woche: Menschen funktionieren ja gerne nach dem Prinzip, dass 
sie Surfer werden wollen, aber in Görlitz leben. (©Bambokrause auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Man sollte nie etwas auf morgen verschieben, dass man genauso 
gut für den Rest seines Lebens ignorieren kann. (©Grantscheam auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Verschiebt nichts, was ich nicht auch verschieben würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage. 

Montag, 5. September 2016

Zurück im Heimathafen

Da sind wir wieder. Langsam, gaaaanz, ganz langsam auftauchend aus unserer Parallelwelt.
Braungebrannt, leicht verwildert, voller glücklicher Erinnerungen und mit dem Gefühl gesegnet,
ganz ganz weit weg, ganz ganz weit draußen gewesen zu sein. Ein Flug auf die Malediven hätte uns nicht weiter wegbringen können als unser gecharterter Tjeukemeerkruiser Limanda auf die friese Meren.


Hinter uns liegen 14 Tage Funkloch, 14 Tage unfassbar gutes Wetter, 14 Tage auf dem Wasser, auf den friese Meren eben. Ganze dreimal haben wir einen Hafen angesteuert, nur zweimal in einem übernachtet. Den Rest der Zeit waren wir draußen, auf dem Wasser. Jeden Tag woanders, aber immer weit weit weg von aller Zivilisation. Abgesehen von der, die wir dabei hatten. Jeden Tag haben wir uns eine andere Insel gesucht oder einen einsamen Anleger an einem Kanal, den die wunderbare Marrekrite dem Wasserwanderer zur Verfügung stellt. Jeden Tag Stille ohne Zivilisationlärm, Dunkel ohne Zivilisationslicht, mit nur der Milchstrasse und dem Sternenhimmel über uns. Selten waren wir ganz alleine, ein zwei andere Boote waren auch immer da, aber so ergab sich auch die Gelegenheit zu netten Gesprächen unter Gleichgesinnten, unbezahlbare Tipps inclusive. 14 Tage kein Fernsehen, keine Nachrichten, kein Radio, nur zweimal ganz kurzes und schwaches Internet, welches wir auch erst nach Sonnenuntergang nutzten, um kurze Grüße an die Lieben daheim zu schicken - 14 Tage nur Wasser, Meere, Boot und wir. Und vermisst haben wir nichts, gar nichts. Wie schon im letzten Jahr: Es ist unser Traum, unser Plan für später. Wir waren glücklich. Und im Moment etwas unorientiert im festen geschlossenen Raum. Aber immerhin - der feste Boden schwankt nicht mehr und wir werden uns schon wieder reinfinden in das normale Leben.  Und ja - ich habe wieder ein Logbuch geführt. Ganz altmodisch von Hand im Collegeblock. Peu a peu werde ich es übertragen in den Logbuch-friese-Meren-Blog, aber - langsam, ganz langsam. So schön die Erinnerungen sind, so sorgfältig wollen sie aufbereitet werden. Für Euch, für den Anfang ein paar Eindrücke








Freitag, 12. August 2016

TGiF - Ständerbruch und andere Schwierigkeiten

Tach auch Liebeleins. Boah nee, ey. nee, nee, nee. Tja-ähem , viel mehr fällt mir derzeit zum Betriebszustand nicht ein. Vielleicht noch ein gepflegtes Uff. Fix und feddich bin ich. Feddich mit de Welt, mit de Nerven, mit schönschreiben. Und sowieso und überhaupt. Die letzten Wochen vor dem viel zu lange rausgeschobenen Urlaub ziehen sich ja eh immer wie Kaugummi und je näher ein Urlaub rückt, desto feddiger fühlt man sich. Kennt man ja, weiß man.

Aber dies Jahr ist es besonders übel. Murphy und die von ihm geschickten Wolkenbrüche geben echt alles. Insgesamt viermal bin ich in der letzten Wochen klitschklatschkleddernass geworden, bis auf die paar vom dänischen Hightech-Regenjüppchen bedeckten Körperpartien. Im Herbst kaufe ich mir im Staate Dänemark erstmal eine knielange Entsprechung. Sonst wird das nix in unseren Breitengraden mit täglich zur Arbeit fietsen. Wobei - im Moment iss da eh nix mit. Denn das gute Stück heißt seit neuestem Bohlen mit Nachnamen, Ständerbruch, you know. Mit nix zu kitten, nicht einmal mit Tape. Und das bringt ja bekanntlich sogar lostige Flugzeuge in die Luft...Nur gut, wenn man weiß, wo der beste, allerbeste Hinterhof-Fahrradschrauber im Pott residiert. Der die Herausforderung auch annahm, allerdings derzeit immer noch bastelt.

Wenigstens verdarb es uns nicht den Fietse-Spaß am Pommesäquator letztes Wochenende. Wobei die niederen Lande gemischte Gefühle bei uns zurückließen. Mein bevorzugtes Shopping Areal leert sich zusehends, das mit der Trixe durchlittene Elend war - so scheint's - erst der Anfang. Und auch sonst ist mehr te koop als te huur, sogar eine Windmühle in bester Lage wäre valide. Bleibt die Frage: Zieht Holland nach oder vor? Meistens sind sie ja vor uns, das gäbe schon Anlass zur Besorgnis. Ansonsten alles wie immer. Lecker Holland Sushi, de nieuwe flutschen auch im August noch wunderbar fluffig die Kehle runter und fahrradfahren geht nach wie vor allerbestens, wenn nicht gerade die sagenumwobenen Drempels den Weg verlangsamen. Insgesamt fast 70 km haben wir an dem Wochenende runtergerissen. Dafür waren wir auch bis zum Pannerdensch Kanal, wo sich der Rhein verzweigt, um kurz darauf zur Ijssel zu werden. Somit wissen wir immerhin schon, wo wir hin müssen, wenn wir unser Boot dann mal in der Marina Emmerich liegen haben. Um genau zu sein, wenn wir mal ein eigenes Boot haben...Und wir wissen, wo ziemlich viel Brücke für ziemlich wenig Wasser ist:


War sonst noch was? Viel, viel Arbeit, wenig Ehr an allen Fronten. Wir sind so halbwegs in der schönen neuen Alles bleibt anders Arbeitswelt angekommen, Klausurenphase dauert immer noch an. Immerhin praktisch für einen Studenten, wenn man eine derivativ begabte Erklärbärin ein Stockwerk tiefer hat, die in diversen Telkos gut aufgepasst, griffige Erklärungen für komplizierte Sachverhalte bekommen hat und diese auch weitergeben kann.  Aber die Laune ist trotzdem unterirdisch, nicht die dollste Zeit für Ghostbuster. Tjanun, müssen und mussten alle durch. Ich hingegen musste mich gestern mal wieder kurz gepflegt aufregen. Öfis sind nun mal nicht so meine bevorzugte Fortbewegungsart und über mit zweierlei Maß Gemessenes rege ich mich per se auf. Hier im Blog gehen auch die Serientipps der Woche in eine Pause. Sobald die Zeit es wieder zulässt, werde ich Euch was über Winona Ryder und die von ihr durchlebten stranger things berichten und vom good wife. Das schaue ich so derzeit. Vorläufiges Fazit: Beide Serien kann man gucken. Muss man aber nicht zwingend.

Sö. Und bevor ich hochoffiziell nun die Sommerpause einläute - ding ding ding - ein ganz kurzer Vorausguck auf etwas, was ziemlich direkt nach dieser Pause passieren wird. Am 15. September kommt "Tschick"* ins Kino, die Verfilmung des grandiosen, unfassbar klugen wie schönen wie traurigen Jugendbuchs von Wolfgang Herrndorf. Das Einzige, was meine Skepsis etwas abmildert, ist die Tatsache, dass Fatih Akin die Regie hatte. Denn wenn es einer kann, dann er. Dennoch: meine komplett dogmatische und nicht diskussionsfähige, in Stein gemeißelte Meinung dazu: Dieses Kinoticket muss man sich verdienen. Klartext: wer es noch nicht gelesen hat, absoluter Lesebefehl. Und zwar vor dem Kinobesuch. Soviel Ehre sollte man Wolfgang Herrndorf erweisen.

Ehre erweisen dürft Ihr wie immer auch der Statistik

Vorschau der Woche: Leinen los, Limanda !
Pensionierung der Woche: Stein to say goodbye. Der Steinflüsterer wird in die
 O-Ton-Charts-Rente geschickt. Ich bin untröstlich, die sind doch stoned!
 Für was soll ich denn jetzt Woche für Woche voten?  
Warnung der Woche: Eine aktuelle Studie belegt, dass Frauen mit etwas mehr auf 
der Hüfte länger leben als Männer, die es ihnen sagen. (©wfnw auf Twitter) 
Erlebnisbericht der Woche: "Hallo Pizzataxi?"
"Würschn getz brompfhus göhn"
"Bitte?"
"Yooh kinötzt büdde?"
"Kann ich bestellen?"
"Haasnd spütnik nümmer?"
<-isst Brot
Moment der Woche: Eine Schweigeminute für die, die sich monatelang 'ne Strandfigur
angehungert haben. Und das für diesen Sommer. ( ischabekannt auf Twitter)
Vergleich der Woche: Das Ruhrgebiet ist das New York Europas, es weiß
es nur noch nicht. (Claus Peymann) 
Erschrecken der Woche. Wie bitte, 120 Millionen Euro für einen Fußballer? Davon könnte 
sich eine vierköpfige Familie drei Kinobesuche mit kleinem 
Getränk leisten (©RayinderTube auf Twitter) 
Versäumnis der Woche: Wattendatt? Weltfaulpelztag? Ich bin entsetzt. Hättet Ihr 
mir das nicht eher sagen können? hab den ganzen Tag alles 
falsch gemacht. (©Trixelinchen auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Die Antwort auf ein "Hello" verrät Dir das Alter 
Deiner Mitmenschen! :
-it's me (u25)
-is it me your looking for? (ü35) 
-again (ü45) (©Mistbazille auf Twitter)   
Reminiszenz der Woche: Django zahlt heut nicht, Django hat 'ne 
Monatskarte (©Paraneues auf Twitter aus der Rubrik Sprüche für die Ewigkeit) 
Bild der Woche:  let op drempels

Allen einen schicken Rest-Sommer.
Leidet unter keinem Ständerbruch, unter dem ich nicht auch leiden würde.
Wir lesen uns wieder Mitte September.

*Ich habe Tschick übrigens nie rezensiert und werde das auch nicht tun, weil ich mir nicht glaube, diesem Buch auch nur annähernd gerecht werden zu können. Aber auf Bitten und mit viel Respekt und Herzblut und keinem Germanistenscheiß habe ich den letzten unvollendeten posthum veröffentlichen Roman von Herrndorf "Bilder Deiner großen Liebe" vorgestellt. Ein paar meiner von tiefer Verehrung getragenen Gedanken zu Tschick finden sich dort.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie be- und die Klappe halten. 
Weitere Links auf Nachfrage