Freitag, 12. August 2016

TGiF - Ständerbruch und andere Schwierigkeiten

Tach auch Liebeleins. Boah nee, ey. nee, nee, nee. Tja-ähem , viel mehr fällt mir derzeit zum Betriebszustand nicht ein. Vielleicht noch ein gepflegtes Uff. Fix und feddich bin ich. Feddich mit de Welt, mit de Nerven, mit schönschreiben. Und sowieso und überhaupt. Die letzten Wochen vor dem viel zu lange rausgeschobenen Urlaub ziehen sich ja eh immer wie Kaugummi und je näher ein Urlaub rückt, desto feddiger fühlt man sich. Kennt man ja, weiß man.

Aber dies Jahr ist es besonders übel. Murphy und die von ihm geschickten Wolkenbrüche geben echt alles. Insgesamt viermal bin ich in der letzten Wochen klitschklatschkleddernass geworden, bis auf die paar vom dänischen Hightech-Regenjüppchen bedeckten Körperpartien. Im Herbst kaufe ich mir im Staate Dänemark erstmal eine knielange Entsprechung. Sonst wird das nix in unseren Breitengraden mit täglich zur Arbeit fietsen. Wobei - im Moment iss da eh nix mit. Denn das gute Stück heißt seit neuestem Bohlen mit Nachnamen, Ständerbruch, you know. Mit nix zu kitten, nicht einmal mit Tape. Und das bringt ja bekanntlich sogar lostige Flugzeuge in die Luft...Nur gut, wenn man weiß, wo der beste, allerbeste Hinterhof-Fahrradschrauber im Pott residiert. Der die Herausforderung auch annahm, allerdings derzeit immer noch bastelt.

Wenigstens verdarb es uns nicht den Fietse-Spaß am Pommesäquator letztes Wochenende. Wobei die niederen Lande gemischte Gefühle bei uns zurückließen. Mein bevorzugtes Shopping Areal leert sich zusehends, das mit der Trixe durchlittene Elend war - so scheint's - erst der Anfang. Und auch sonst ist mehr te koop als te huur, sogar eine Windmühle in bester Lage wäre valide. Bleibt die Frage: Zieht Holland nach oder vor? Meistens sind sie ja vor uns, das gäbe schon Anlass zur Besorgnis. Ansonsten alles wie immer. Lecker Holland Sushi, de nieuwe flutschen auch im August noch wunderbar fluffig die Kehle runter und fahrradfahren geht nach wie vor allerbestens, wenn nicht gerade die sagenumwobenen Drempels den Weg verlangsamen. Insgesamt fast 70 km haben wir an dem Wochenende runtergerissen. Dafür waren wir auch bis zum Pannerdensch Kanal, wo sich der Rhein verzweigt, um kurz darauf zur Ijssel zu werden. Somit wissen wir immerhin schon, wo wir hin müssen, wenn wir unser Boot dann mal in der Marina Emmerich liegen haben. Um genau zu sein, wenn wir mal ein eigenes Boot haben...Und wir wissen, wo ziemlich viel Brücke für ziemlich wenig Wasser ist:


War sonst noch was? Viel, viel Arbeit, wenig Ehr an allen Fronten. Wir sind so halbwegs in der schönen neuen Alles bleibt anders Arbeitswelt angekommen, Klausurenphase dauert immer noch an. Immerhin praktisch für einen Studenten, wenn man eine derivativ begabte Erklärbärin ein Stockwerk tiefer hat, die in diversen Telkos gut aufgepasst, griffige Erklärungen für komplizierte Sachverhalte bekommen hat und diese auch weitergeben kann.  Aber die Laune ist trotzdem unterirdisch, nicht die dollste Zeit für Ghostbuster. Tjanun, müssen und mussten alle durch. Ich hingegen musste mich gestern mal wieder kurz gepflegt aufregen. Öfis sind nun mal nicht so meine bevorzugte Fortbewegungsart und über mit zweierlei Maß Gemessenes rege ich mich per se auf. Hier im Blog gehen auch die Serientipps der Woche in eine Pause. Sobald die Zeit es wieder zulässt, werde ich Euch was über Winona Ryder und die von ihr durchlebten stranger things berichten und vom good wife. Das schaue ich so derzeit. Vorläufiges Fazit: Beide Serien kann man gucken. Muss man aber nicht zwingend.

Sö. Und bevor ich hochoffiziell nun die Sommerpause einläute - ding ding ding - ein ganz kurzer Vorausguck auf etwas, was ziemlich direkt nach dieser Pause passieren wird. Am 15. September kommt "Tschick"* ins Kino, die Verfilmung des grandiosen, unfassbar klugen wie schönen wie traurigen Jugendbuchs von Wolfgang Herrndorf. Das Einzige, was meine Skepsis etwas abmildert, ist die Tatsache, dass Fatih Akin die Regie hatte. Denn wenn es einer kann, dann er. Dennoch: meine komplett dogmatische und nicht diskussionsfähige, in Stein gemeißelte Meinung dazu: Dieses Kinoticket muss man sich verdienen. Klartext: wer es noch nicht gelesen hat, absoluter Lesebefehl. Und zwar vor dem Kinobesuch. Soviel Ehre sollte man Wolfgang Herrndorf erweisen.

Ehre erweisen dürft Ihr wie immer auch der Statistik

Vorschau der Woche: Leinen los, Limanda !
Pensionierung der Woche: Stein to say goodbye. Der Steinflüsterer wird in die
 O-Ton-Charts-Rente geschickt. Ich bin untröstlich, die sind doch stoned!
 Für was soll ich denn jetzt Woche für Woche voten?  
Warnung der Woche: Eine aktuelle Studie belegt, dass Frauen mit etwas mehr auf 
der Hüfte länger leben als Männer, die es ihnen sagen. (©wfnw auf Twitter) 
Erlebnisbericht der Woche: "Hallo Pizzataxi?"
"Würschn getz brompfhus göhn"
"Bitte?"
"Yooh kinötzt büdde?"
"Kann ich bestellen?"
"Haasnd spütnik nümmer?"
<-isst Brot
Moment der Woche: Eine Schweigeminute für die, die sich monatelang 'ne Strandfigur
angehungert haben. Und das für diesen Sommer. ( ischabekannt auf Twitter)
Vergleich der Woche: Das Ruhrgebiet ist das New York Europas, es weiß
es nur noch nicht. (Claus Peymann) 
Erschrecken der Woche. Wie bitte, 120 Millionen Euro für einen Fußballer? Davon könnte 
sich eine vierköpfige Familie drei Kinobesuche mit kleinem 
Getränk leisten (©RayinderTube auf Twitter) 
Versäumnis der Woche: Wattendatt? Weltfaulpelztag? Ich bin entsetzt. Hättet Ihr 
mir das nicht eher sagen können? hab den ganzen Tag alles 
falsch gemacht. (©Trixelinchen auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Die Antwort auf ein "Hello" verrät Dir das Alter 
Deiner Mitmenschen! :
-it's me (u25)
-is it me your looking for? (ü35) 
-again (ü45) (©Mistbazille auf Twitter)   
Reminiszenz der Woche: Django zahlt heut nicht, Django hat 'ne 
Monatskarte (©Paraneues auf Twitter aus der Rubrik Sprüche für die Ewigkeit) 
Bild der Woche:  let op drempels

Allen einen schicken Rest-Sommer.
Leidet unter keinem Ständerbruch, unter dem ich nicht auch leiden würde.
Wir lesen uns wieder Mitte September.

*Ich habe Tschick übrigens nie rezensiert und werde das auch nicht tun, weil ich mir nicht glaube, diesem Buch auch nur annähernd gerecht werden zu können. Aber auf Bitten und mit viel Respekt und Herzblut und keinem Germanistenscheiß habe ich den letzten unvollendeten posthum veröffentlichen Roman von Herrndorf "Bilder Deiner großen Liebe" vorgestellt. Ein paar meiner von tiefer Verehrung getragenen Gedanken zu Tschick finden sich dort.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie be- und die Klappe halten. 
Weitere Links auf Nachfrage

Samstag, 6. August 2016

Serientipp der Woche: edel und adelig - Downton Abbey

„Downton Abbey“ begeistert vom ersten Moment an. Sorgfältig besetzte Rollen, punktgenau gezeichnete Charaktere, messerscharfe Dialoge. 

Die Rahmenhandlung ist schnell umrissen. Die Serie erzählt vom Leben, Leiden und Lieben der Familie Crawley und ihren Dienstboten auf dem fiktiven Landsitz Downton Abbey, zeitlich beginnend in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg und bringt so einen Mikrokosmos der edwardianischen Gesellschaft auf unsere Bildschirme. Zeitgeschichtliche Bezüge sind wie selbstverständlich in die Handlung eingearbeitet, auch die sozialkritische Komponente kommt nicht zu kurz, der erhobene Zeigefinger bleibt aber unten. Man will unterhalten, allerdings auf hohem Niveau. Das merkt man auch der detailgetreuen Austattung an. Selbst wenn man keinen Spaß an großen und kleinen Dramen und Intrigen finden sollte, bleibt immer noch der Blick auf grandios gefilmte Landschaften, detailgetreu inszenierte Gesellschaftsereignisse und traumschöne Kostüme. Eaton Place reloaded. 

Besonderheit: Zu jeder Staffel gibt es eine Weihnachtsfolge in Spielfilmlänge, die meist auch als Staffelfinale dient. 

Derzeit gibt es sechs Staffeln, wobei Staffel 6 noch nicht in Deutschland ausgestrahlt wurde. 
Downton Abbey wird immer mal wieder im free TV ausgestrahlt, ist aber auch als DvD oder bei einigen Streaming Diensten im Angebot. 

Prädikat: Hohes Suchtpotential   

Donnerstag, 4. August 2016

T.G.i.T. - kurz vor Sommerloch

Tach auch Liebeleins. Wie es scheint, wird et allmählich zur Gewohnheit. Keine Zeit für bloggen am Freitag. Das TGiF so kurz wie knapp und heute zu allem Überfluss auch ein T.G.i.T. Begrüßt mit mir freudig das so sehr ersehnte Sommerloch.

Seht es mir nach. Der zur Zeit so viel aushäusig weilende Gatte hat ein langes Wochenende und da kann und will ich mich einfach nicht den ganzen Morgen an den PC hängen, so gern ich das auch sonst tue. Schon gar nicht, wenn die Alternative am Pommesäquator liegt. Holland-Sushi, een beetje shoppen und ganz viel lecker fietsen bietet. Sofern der Ruhebewahrer den Ständer standfest kriegt. Nicht, was Ihr jetzt denkt. Irgendwas stimmt mit Beiki nicht.... bzw. mit dem Fahrradständer. Ich tippe mal auf I don't believe in anything but Tape.

Der Ghostbuster wird es zu schätzen wissen und das Ende einer wirklich anstrengenden Woche feiern. Wenn man sich den Klausurenplan des Sommersemesters so anschaut, muss man ja sagen, dass das schlechte Wetter echt sein Gutes hat. Also für die Studenten. Man stelle sich vor, er hätte neben dem ganzen Büffeln auch noch Garten-Gießdienst gehabt. Für die, die in unserer offiziell fahrradfreundlichen Stadt (bester Gag seit langem, fragt mal den Ampelschaltungsverantwortlichen - an jeder Kreuzung kommen drei Autofahrer-Grün auf ein einziges kurzes Fahrradfahrer-Grün.) jedenfalls, also für die, die seit neuestem auf zwei Rädern zur Arbeit juckeln, ist das Wetter eher so semi. Um es bemüht positiv zu sagen: Ein billigeres Skipper-Eingewöhnungstraining kann man nirgends buchen.    

Derweil war ja die Woche Neustart und ich gebe zu, auch an Altbekanntes muss man sich erst wieder nähern und dass man, um eine Geräuschkulisse effektiv ausblenden zu können, sich erst einmal an diese gewöhnen muss. Ich arbeite dran. Tjanun, Chat happens, wie der Ruhebewahrer sagen würde. Sollte ich mich übrigens jemals unter die Ratgeber-Autoren mischen wollen - einen Arbeitstitel hätte ich schon: Der Captain und die Untiefen der Autokorrektur. #ausgründen . Soviel Spaß für so kleines Geld.

War sonst noch was? Nicht so wirklich. Wir lernten, dass ein Sommerhaus in Portugal nicht dasselbe ist wie ein Idiotengehege in Murwillumbah, aber trotzdem schön, die zwitschernde Lästerrunde mal wieder zusammen gehabt zu haben. Ich lernte, dass man Sachen, die man für's Leben und nicht für die Schule gelernt hat, tatsächlich nicht verlernt. Selbst Optionsrechte konnte ich buchhalterisch noch abschreiben. Sogar degressiv.  Also theoretisch. Als Hilfsdozentin für den Jahresabschluss-geprüften Ghostbuster. Ha. Einmal Schulterklopfen bitte. Aber nicht so, dass die Krone runterfällt. Und - allmählich wird es Zeit. Es wächst sich aus: Sehnsucht ist hier mittlerweile tatsächlich fast ein Notfall. Es wird Zeit. Für friese meren und mehr. Immerhin hat die Wimpelbestellung bei der von mir so hochgeschätzten Marrekrite 1 a geklappt und so wird der Ruhebewahrer derzeit daheim schon mal mit einer großen Portion Vorfreude empfangen


Aber es gibt nicht nur Vorschau, auch einen Nachtrag habe ich noch. Unser Engelchen hatte ja Geburtstag und auch da ging es aufs/ bzw. für rasende Reporterinnen ans Wasser. E voila dies ist der Link zur Geburtstags-Lippetour der one and only Assigen. Und damit zur

Statistik 

Beobachtung der Woche. Wenn ich die Namen von Liebespaaren in Bäume geritzt sehe, 
denke ich: Wow, erstaunlich wieviel Leute ein Messer 
zum ersten Date mitbringen (©Alpenheinrich auf Twitter) 
Notruf der Woche: Als Schiffbrüchiger auf einer einsamen Insel würde ich 
mit Steinen nicht das Wort "Hilfe" in den Strand legen, 
sondern "POKESTOP" (©Grantscheam auf Twitter) 
Animation der Woche: Es gab auch heute wieder ganz viele Themen, zu denen 
ich hier nichts geschrieben habe. Und Sie können das auch. (©MannvomBalkon auf Twitter) 
Cookie der Woche: Das ist wohl das falsche Jahr, um 
mit dem Klebstoffschnüffeln aufzuhören 
Augenblick der Woche: In einem gedankenlosen Moment war ich all meine Gedanken los.
 Das war echt schön. (©Evje van de Paskamer) 
Beschwerde der Woche: Wieso ist denn der Wein schon leer? - Die Flasche hat ein Loch.
 - Wo denn? - Na oben! (©GingGong der Hofnarr) 
Vokabeltraining der Woche: Sommer ist das indianische Wort
für "viele Tage mit Regen" (©Trixelinchen) 
Vorschau der Woche: Morgen beginnen die olympischen Spiele und ich kann meine 
Begeisterung kaum in Worte fassen. Oh! Ein Fussel! (©Zwiebelzwist auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: In meinem Alter bin ich ja schon froh,
wenn Nachts die Zahnfee nicht da war. ( ©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Information der Woche: Bei jedem elektronischen Gerät, das meine Eltern kaufen, 
steht in der Bedienungsanleitung offensichtlich 
"Egal, rufen Sie Ihre Tochter an" (©Regendelfin auf Twitter) 
Plan der Woche: Es ist so schön, wenn die Leute zum Einkaufen viel Zeit mitbringen. 
Wenn ich mal Rentner bin, mache ich das ganz genauso! (©derSpieler7 auf Twitter)  

Allen ein schickes Wochenende. 
Ritzt keine Namen in Bäume, die ich nicht auch reinritzen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage





Samstag, 30. Juli 2016

Serientipp der Woche - Gilmore Girls

Where you lead I will follow....

Hach. Ach. Die Gilmore Girls. Lorelai und Lorelai, genannt Rory. Kennt sie eigentlich jemand nicht? Gibt es jemanden, der diese Serie nicht liebt? Lorelai, die Mutter mit dem sexiesten Hüftschwung ever, der je in einem Serienvorspann zu sehen war. Rory, die kongeniale Tochter, nicht minder schlagferitg als die Mutter, die sich von der Bücherwürmin zur selbstbewussten Studentin entwickelt - der Zuschauer immer dabei. Die spritzigen Dialoge, so schnell, so rasant, so voller Anspielungen an die komplette Entwicklung und Geschichte der Popkultur. Luke, ein Mann wie ein Baum, immer als Retter in der Not zur Stelle und seine on-off-Beziehung zu Lorelai.

Die liebenswerte Lauren Graham, die zwar auch in anderen Serienrollen gefällt, aber nie so hinreißend wie als Lorelai, Melissa mcCarthy die mit ihrer Rolle als Köchin Sookie eine internationale Karriere als Hollywood Star startete, einfach alle bis in die kleinste Nebenrolle mitreißenden lustvoll aufspielenden Darsteller

Neullich überkam es mich und ich schaute mir zu später Stunde nach soo langer Zeit noch einmal die aller, allererste Folge an und fand es absolut großartig, die Anfänge nochmal zu sehen.  Es war total spannend, sich noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, wie alles begann, wie sorgsam die Serie ihre Figuren einführte und wie man die beiden Lorelais einfach vom ersten Moment an lieben musste. Gilmore Girls waren zu ihrer Zeit bei uns eine Familienserie im besten Sinne, wir alle haben sie gerne geguckt. Zur Familienlegende wird wohl auch immer das Gilmore Girls Buffet gehören, um das wir uns versammelten, um gemeinsam die letzte Folge zu schauen.

Aber halt - es war gar nicht die letzte Folge. Getrommelt und gepfiffen. Netflix hat vier neue Folgen a 90 Minuten drehen lassen, im Spätherbst sollen sie wohl zu sehen sein. Untertitel ist a year in a life und jede Folge ist einer Jahreszeit gewidmet. Gilmore-Girls-Schöpferin  Amy Sherman-Palladino, die bei der siebten Staffel aufgrund mir nicht näher bekannter Differenzen nicht mehr dabei, war, soll das Ende bekommen, das sie immer wollte. Sie habe immer den letzten Satz der Serie im Sinn gehabt und nun hat ihr Netflix die Gelegenheit gegeben, die Serie in ihrem Sinne abzuschliessen. Aus dem Cast hört man, es sei sein folgerichtiger Satz, der einzig wahre, der einzig logische. Ich bin sehr, sehr gespannt. Und freue mich riesig.

Vorerst hat Netflix die bisherigen sieben Staffel in sein Portfolio aufgenommen - wir haben eh alle auf DVD, aber auch wenn über die Gilmore Girls Staffel 1-7 fast alles schon geschrieben wurde - das nehme ich einfach zum Anlass, diese wunderbare, herzerwärmende Serie noch einmal ins Gedächtnis zu rufen und den wenigen, die sie noch nicht gesehen haben, an Herz zu legen.

Fazit. Muss man gesehen haben. Alles andere ist eine Bildungslücke. E basta.

Freitag, 29. Juli 2016

T.G.i.F. - aufstehen, Krone richten, weitermachen

Tach auch Liebeleins. Wie isset Euch? Alle wieder so halbwegs erfrischt? Pünktlich zum Ende der Garten-Gießdienste bei Nachbars öffnet der Himmel natürlich seine Schleusen. Iss klar. Aber da man es unterm Strich dann doch zu selten tut, beginne ich hier heute mit einem großen Lob für den Ghostbuster, der den Großteil des Bewässerungsdienstes übernommen hat. Incl. Handlanger-Dienste beim talentfreien Hobby-Gartenbauer noch ein Haus weiter. Ungeachtet aller gängigen Regeln zu guten Heckenstutz-Zeitpunkten war es dort mal wieder soweit. Die elektrische Heckenschere rotierte - Blatt für Blatt, drei ganze Tage lang. Ihr erinnert Euch an meine diesbezügliche letztjährige Suada...... However.

Es war wieder eine dieser Wochen.... Eine dieser Wochen in diesem annus horribilis, die erschaudern lassen. Sie begann traurig, wurde wehmütig und endet heute mit einem Vorausguck auf das, was kommen wird. Doch zunächst einmal verabschiedeten wir uns von etwas, was war. Was lange währte und zum Schluß leider nicht mehr gut war. Wir waren die Letzten und wir machten das Licht aus. So also fühlt es sich an, wenn man eine Ära beendet.

Dazu kam all das, was um uns herum geschah. Der Terror, der Wahnsinn, all das Angst machende und Verunsichernde und das, was es mit uns und unseren Lieben macht. Und nicht nur im Großen dort draußen fast allüberall in der Welt, Trauer und Fassungslosigkeit lösten auch Geschehen aus, die in unserer virtuellen Nachbarschaft geschahen. "Die Hoffnung stirbt zuletzt" stimmt immer, derzeit aber noch mehr als ohnehin.

Doch während Ihr hier gerade dieses heute ausnahmsweise zeitgesteuerte TGiF lest, bin ich jetzt einfach mal da, wo es weitergehen und alles anders bleiben wird. Denn - langsam, aber sicher erwacht der Trotz. Ich möchte das nicht. Ich möchte mein Leben - mit Betonung auf mein! - nicht davon bestimmen lassen. Ich kann an fast all diesen Dingen nichts ändern. Ich könnte/ kann allenfalls dagegen anschreiben. Was ja auch schon mal was ist und was ich auch weiter tun werde. Aber sonst gilt es weiter zu machen. Mit dem, was mein/ unser Leben ist und was es ausmacht. Sehen, was gut  ist in diesem Leben, dieses pflegen, hegen, loben und ermutigen. Sehen, was nicht gut ist in diesen unseren Leben, dieses mit Rat und Ermutigung begleiten und soweit in der eigenen Macht stehend, verändern. Je mehr wir uns darauf konzentrieren und vor allem je mehr Menschen dies tun, desto besser wird es auch wieder werden.

Ich mach es wie immer und halte mich an eine der unbestreitbaren Wahrheiten von unser Omma: Aufstehen, Kopf hoch, Schultern gerade, Krönchen zurechtrücken, weitermachen. Ermutigung und Ermahnung zugleich. Das anzunehmen, was man hat, was man ist, was man kann und was man bedeutet. Sich und anderen. Die Dinge, die gut sind, auskosten und genießen. Die Dinge, die schlecht sind, besser machen. Verantwortung annehmen. Rücksicht nehmen. Wehmut zulassen, anderes loslassen. Erinnerungen dankbar bewahren. Wenn jeder das in seinem Leben tun würde, wäre die Welt schon ein viel besserer Ort.

Es nützt niemandem, am allerwenigsten den Toten, wenn ich mich nun in Angst ergehe, in Betroffenheit, in Trauer. Und deswegen werde ich das nicht tun. Ich werde unser Omma ihren Rat beherzigen, lächeln, den Kopf hochnehmen, die Schultern gerade halten und mein Krönchen aufsetzen. Vielleicht poliere ich es sogar vorher noch. Und ich wünsche mir von Herzen, dass Ihr das auch könnt.

Und weil dieses TGiF ein anderes als gewohnt ist, noch dazu zeitgesteuert, weil ich gerade mich und andere auf den ersten Schritten in etwas Neues begleite, ist diese Woche auch noch Etwas anders. Nämlich ganz kurz, prägnant und wahr

die Statistik

Bild der Woche: Was vom Süden übrig blieb 


Satz der Woche: 2016 ist ein richtiges Arschloch, aber jedes unserer kleinen Leben muss 
die Chance haben, relativ unbeschwert weiterzugehen. (©Trixelinchen ) 
Ermahnung der Woche: Angst hilft nur den Angstmachern. 
Erinnerung der Woche: Das Netz ist ein guter Ort, wenn wir es 
gemeinsam dazu machen. (©Johannes Korten, Bochum 1964 -2016) 

Allen ein schickes und vor allem friedliches Wochenende
Poliert keine Krone, die ich nicht auch polieren würde.